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Erzähl-CD von Thomas HürlimannErinnerung an die Sadisten in Einsiedeln

Heute Montag wird Thomas Hürlimann 70 Jahre alt. Auf einer Doppel-CD erzählt er von seiner Kindheit und Jugend im Stift Einsiedeln.

Der Keim zu seiner Beschäftigung mit Philosophie wurde hier gelegt: Thomas Hürlimann vor der Stiftskirche Einsiedeln.
Der Keim zu seiner Beschäftigung mit Philosophie wurde hier gelegt: Thomas Hürlimann vor der Stiftskirche Einsiedeln.
Foto: Vera Harmann

Im Oktober 1963, als man ihn ins Kloster steckte, war er noch keine 13 Jahre alt. Die folgenden Jahre litt er in Einsiedeln unter Kälte, physischer wie menschlicher, unter schlechtem Essen, einem durchgetakteten Tagesablauf und ständiger Überwachung. Der Geist des Klosters zielte auf Mittelmässigkeit, jeder Ansatz eigenwilligen Denkens und Verhaltens musste erstickt werden.

Unter den Mönchen gab es solche und solche, bei der Erinnerung an einen Sadisten bricht bei Thomas Hürlimann noch heute der Zorn aus: Es tue ihm nicht leid, dass «das Arschloch tot ist». Viele waren Sexualneurotiker und streiften nachts durch die Schlafsäle, auf der Suche nach Onanisten.

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