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Kein Umdenken feststellbar«Es braucht jetzt einen Effekt wie damals beim Lockdown»

ETH-Professorin Tanja Stadler erklärt, weshalb die Schweiz schlechter dasteht als im März und was die Bevölkerung jetzt tun sollte.

Der R-Wert gibt an, wie viele andere Menschen eine Corona-infizierte Person aktuell ansteckt. Um die Pandemie einzudämmen, muss er unter 1 liegen.
Der R-Wert gibt an, wie viele andere Menschen eine Corona-infizierte Person aktuell ansteckt. Um die Pandemie einzudämmen, muss er unter 1 liegen.
Foto: Jean-Christophe Bott (Keystone)

Die zweite Corona-Welle ist nicht nur in absoluten Fallzahlen sichtbar, auch der für die Ausbreitung wichtige R-Wert ist seit Wochen im roten Bereich. Diese Reproduktionszahl gibt an, wie viele andere Menschen eine infizierte Person im Schnitt ansteckt. Anfang Oktober kletterte die Zahl auf beinahe 1,8 – 10 Menschen steckten demnach 18 weitere an. Das Virus verbreitet sich bei allen Werten über 1 weiter, um die zweite Welle abzubremsen, müsste der R-Wert unter 1 sein.

Das Problem dieser Zahl: Sie kann erst rückwirkend berechnet werden, wenn fest steht, wie viele Menschen sich an einem Tag tatsächlich angesteckt haben. Und bis Covid-19 ausbricht, dauert es einige Tage. Derzeit wissen die Mathematiker mit Sicherheit nur, dass R am 16. Oktober bei 1,54 lag, für die jüngere Vergangenheit liegen noch nicht alle Daten vor.

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