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Interview mit Extrembergsteigerin«Es ist etwas ganz anderes, einer Frau zu folgen»

Berge seien nicht nur etwas für starke Männer, sagt Kletter-Pionierin Catherine Destivelle, die als erste Frau einen Piolet d’Or fürs Lebenswerk erhält. Überhaupt ändere sich was: Heute gebe es immer mehr Bergführerinnen.

Wenn mehr Frauen klettern, werden die Berge «erreichbarer», sagt Catherine Destivelle.
Wenn mehr Frauen klettern, werden die Berge «erreichbarer», sagt Catherine Destivelle.
Foto: Bom 

Frau Destivelle, Sie waren Wettkampfkletterin, sind dann aber in den 90er-Jahren zum Free-Solo-Klettern gewechselt. Warum?

Ich hatte noch Träume. Ausserdem war ich schon 30 Jahre alt. Nun war es an der Zeit. Ich wollte mir selbst beweisen, dass ich eine richtige Alpinistin sein kann. In der Szene dachten viele, dass ich eigentlich «nur» eine Sportkletterin bin und vom Bergsteigen keine Ahnung hätte, dabei hatte ich als Jugendliche schon einige sehr schwierige Routen in den Alpen geklettert, zum Beispiel die Amerikaner-Route am Petit Dru im Montblanc-Gebiet.

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