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Kommentar zum Corona-EntscheidEs kann auch schiefgehen

Der Bundesrat will den Lockdown teilweise aufheben. Darüber dürfen wir uns freuen – und müssen uns doch darauf einstellen, dass uns ab März eine heikle Zeit erwartet.

Die Bundesräte Ueli Maurer, Guy Parmelin und Alain Berset (von links) an der Medienkonferenz vom Mittwoch in Bern.
Die Bundesräte Ueli Maurer, Guy Parmelin und Alain Berset (von links) an der Medienkonferenz vom Mittwoch in Bern.
Foto: Alessandro della Valle (Keystone)

Läden, Zoos und Museen sollen ab 1. März also wieder öffnen dürfen. Wir bekommen ein Stück Freiheit, ein Stück Lebensraum zurück – so hat es der Bundesrat am Mittwoch aufgegleist. Wer könnte sich darüber nicht freuen? Und wer könnte diesen Entscheid nicht gutheissen, nachdem nun die Corona-Infektionen seit einiger Zeit rückläufig sind?

Wenn es nur so einfach wäre. Die Infektionszahlen gehen zwar zurück, aber sie sind noch immer zu hoch. Natürlich: Land und Leute sind Corona-müde, viele Ladenbesitzer ächzen unter dem Lockdown. Die Wirtschaft einfach einen zusätzlichen Monat auf Gefriertemperatur zu halten, war für den Bundesrat realpolitisch keine Option. Dass er einen transparenten Stufenplan für weitere Öffnungsschritte vorlegt, ist zu begrüssen. Das kann dabei helfen, manche Entbehrungen noch eine Weile lang besser zu ertragen.

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