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Pestizide in Zürcher Grundwasser«Es kann drei Jahre gehen, bis Organismen die Menge des Stoffs halbiert haben»

60 Prozent der Grundwasserproben im Kanton Zürich überschreiten die Grenzwerte. Forscherin Juliane Hollender über die Gefährlichkeit von Chlorothalonil und die Qualität des Trinkwassers.

Pestizide schützen Pflanzen vor Pilzkrankheiten und Unkräutern, belasten aber das Grundwasser.
Pestizide schützen Pflanzen vor Pilzkrankheiten und Unkräutern, belasten aber das Grundwasser.
Foto: Christian Beutler / Keystone

Obwohl das Fungizid Chlorothalonil seit Anfang des Jahres verboten ist, gibt es davon immer noch Rückstände im Grundwasser. Wie lang dauert es, bis es vollständig weg ist?

Dies hängt ganz davon ab, um welches der vielen Abbauprodukte von Chlorothalonil es sich handelt. Ist es zum Beispiel die Sulfonsäure R471811, kann es circa drei Jahre gehen, bis Mikroorganismen in Boden und Grundwasser die ursprüngliche Menge dieses Stoffs endlich halbiert haben. Man darf nicht vergessen, dass Chlorothalonil mehrere Jahre vor dem Verbot immer eines der «Top 10» der Pestizide war und es deshalb immer noch überall im System drin ist.

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