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EditorialEs reicht jetzt mit dem Lockdown für die Jugend

Mit mehr Tests können die Einschränkungen für die Jungen gelockert werden. Das ist dringend nötig, sonst verliert die Politik ihre Unterstützung.

«Die Solidarität der Jungen ist arg strapaziert. Sie lässt sich bald einmal nicht mehr durchsetzen, wie sich am Karfreitag in St. Gallen wieder gezeigt hat», schreibt Tamedia-Chefredaktor Arthur Ruthishauser.
«Die Solidarität der Jungen ist arg strapaziert. Sie lässt sich bald einmal nicht mehr durchsetzen, wie sich am Karfreitag in St. Gallen wieder gezeigt hat», schreibt Tamedia-Chefredaktor Arthur Ruthishauser.

In der Politik gibt es einen Streit darüber, ob sich die Schweiz wirklich in einem Lockdown befinde. Und tatsächlich: Im Vergleich mit den Nachbarländern sind die Corona-Massnahmen bei uns vergleichbar milde. Alle können raus, die Läden sind offen, die Familien können sich wieder treffen, seit die 5-Personen-Regel gelockert wurde. Wer über 50 Jahre alt ist, merkt ausser den geschlossenen Restaurants nicht viel von den Corona-Einschränkungen.

Ganz anders ist die Situation für die Jungen. Für sie ist alles verboten, was Spass macht. Keine Konzerte, keine Partys, studieren müssen sie vor dem Bildschirm von zu Hause aus statt mit Kollegen an der Uni. Reisen und die Welt entdecken ist nur mit grossen Einschränkungen möglich. Vereinsamung, Sinnkrisen und allgemeiner Frust sind die Folgen. Hinzu kommen die Sorgen um die wirtschaftliche Zukunft. Der Berufseinstieg ist in unsicheren Zeiten besonders schwierig.

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