Ihr Browser ist veraltet. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser auf die neueste Version, oder wechseln Sie auf einen anderen Browser wie ChromeSafariFirefox oder Edge um Sicherheitslücken zu vermeiden und eine bestmögliche Performance zu gewährleisten.

Zum Hauptinhalt springen

«Es sind nicht die Ärmsten, die kommen»

Erdauern die Bürokratie: Flüchtlinge im Wartezimmer einer Registrierungsstelle in Waiblingen, Baden-Württemberg. (29. März 2017)
1 / 4

Die Schweiz gab letztes Jahr 3,5 Milliarden Franken für öffentliche Entwicklungshilfe aus, Asylkosten inklusive. Linke meinen gern, mit internationalen Hilfsprojekten werde die Migration bekämpft – weil sich das Leben vor Ort verbessere und es für eine Flucht folglich keinen Grund mehr gebe.

Welchen?

Wenn die Schweiz nun Handwerker in Eritrea ausbilden würde, bekämpfte sie damit gerade nicht den entscheidenden Fluchtgrund der Eritreer: das autoritäre Regime.

Ein weiteres linkes Argument zugunsten einer sanften Migrationspolitik ist die Überalterung der westlichen Gesellschaften: Kinderreiche Migrantenfamilien könnten eine Gesellschaft verjüngen.

Das nächste linke Argument: Die Volkswirtschaften benötigten Migranten für Arbeiten, die Einheimische nicht übernehmen wollten.

Die Reaktion der Rechten auf Flüchtlinge ist simpel: Abschottung. Abgesehen von der moralischen Wünschbarkeit – kann das überhaupt funktionieren?

Können Flüchtlingsabkommen mit der Türkei oder Libyen eine Lösung sein?

Rechte rechtfertigen eine harte Asylpolitik mit Abschreckung: Wenn die Migranten wüssten, dass sie nicht willkommen seien, kämen sie nicht.

Kein Thema in aktuellen Debatten sind die Klimaflüchtenden. Wann wird sich das Klima als Migrationstreiber bemerkbar machen?

Hat die Migration in der politischen Debatte derzeit einen zu hohen Stellenwert? Ihr niederländischer Kollege De Haas wies im «Spiegel» darauf hin, dass der Anteil an Flüchtlingen in Europa Anfang der 1990er höher war als heute.

Migrationsforscher wie Sie sind heute nicht zuletzt als Stichwortgeber und Argumentelieferer für Politiker gefragt. Befürchten Sie eine Instrumentalisierung?