Zum Hauptinhalt springen

Ohne Mittel gegen unsichere Spanier

Frankreich scheidet nach einer schwachen Leistung gegen Spanien in den Viertelfinals mit 0:2 aus.

Das Belauern der Systeme: Frankreichs Yann M'Vila gegen Spaniens David Silva in der mässigen anfangsphase.
Das Belauern der Systeme: Frankreichs Yann M'Vila gegen Spaniens David Silva in der mässigen anfangsphase.
Reuters
Paukenschlag: Spaniens Xabi Alonso trifft per Kopf zum 1:0.
Paukenschlag: Spaniens Xabi Alonso trifft per Kopf zum 1:0.
Reuters
Frankreich fliegt raus: Frankreichs Olivier Giroud.
Frankreich fliegt raus: Frankreichs Olivier Giroud.
Reuters
1 / 7

Mit dem ersten Erfolg im vierten Endrunden-Duell gegen Frankreich verlängerte Spanien die Serie der Ungeschlagenheit auf 18 Pflichtspiele. Wie im WM-Achtelfinal 2010 bekommen es die Spanier nun wieder mit Portugal zu tun. Primär für diesen Halbfinal-Vorstoss verantwortlich war Xabi Alonso. Der Jubilar erzielte im 100. Länderspiel für die Spanier seine Tore 14 und 15: In der ersten Halbzeit traf er per Kopfball, in der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit per Foulpenalty.

Match entscheidend war das 1:0. Xabi Alonso schloss Spaniens ersten Tempowechsel der Partie sogleich erfolgreich ab. In der 19. Minute verwertete er die Flanke von Linksverteidiger Jordi Alba per Kopf, völlig freistehend. Doppelt bitter für Frankreich: Der Gegentreffer fiel über jene Seite, die Trainer Laurent Blanc mit den zwei defensiven Spielern Réveillère und Debuchy zustellen wollte.

Blanc nahm im Vergleich zum verlorenen letzten Gruppenspiel gegen Schweden, das Frankreich das Duell mit Spanien bescherte, vier Änderungen vor. Neben Réveillère kamen auch Koscielny, Malouda und Cabaya ins Team. Spanien begann, wie gegen Italien, wieder mit Cesc Fabregas als falschem Neuner.

Fehlerhafte Franzosen

Frankreich fand auf den frühen Rückstand kein Gegenmittel. Die einzigen gefährlichen Aktionen waren ein Freistoss von Cabaye (32.) und ein Kopfball von Debuchy (60.). Das französische Team war insgesamt ungenügend, in der Angriffsauslösung gab es zu viele Fehlpässe und einzig Frank Ribéry sorgte für Unruhe. Doch auch Spanien konnte alles andere als überzeugen, trotz der französischen Impotenz in der Offensive wirkte die Verteidigung der Spanier unsicher.

Und von der spielerischen Leichtigkeit, die den Titelträger der letzten beiden grossen Turniere derart auszeichnet, war für einmal ebenfalls nicht allzu viel zu sehen. Wie immer waren die Iberer häufiger am Ball als der Gegner. Aber die genialen Momente blieben, abgesehen von wenigen Ausnahmen wie vor dem 1:0, praktisch aus. In den Halbfinals trifft Spanien am Mittwoch ebenfalls in Donezk auf Portugal.

si/ot

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch