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Schewtschenko gewinnt im Duell der Altmeister

Die Ukraine feiert gegen Schweden dank zwei Toren von Andrej Schewtschenko einen 2:1-Sieg und übernimmt in der Gruppe D die Tabellenspitze.

Hoffen auf einen Sieg: Ein ukrainischer Fan.
Hoffen auf einen Sieg: Ein ukrainischer Fan.
Reuters
Musste in extremis eingreifen: Ukraines Goalie Andrej Pjatow hechtet im Strafraum.
Musste in extremis eingreifen: Ukraines Goalie Andrej Pjatow hechtet im Strafraum.
Reuters
Doppeltorschütze: Andrej Schewtschenko (r.).
Doppeltorschütze: Andrej Schewtschenko (r.).
Reuters
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«Ich fühle mich wie zwanzig», meinte der zweifache Torschütze Andrej Schewtschenko (35) nach dem 2:1 gegen Schweden. Sein schwedisches Gegenüber Zlatan Ibrahimovic (30) war dagegen völlig zerknirscht: «So etwas darf uns nicht passieren.» Die beiden Altstars waren die bestimmenden Elemente in beiden Teams. Bei der Ukraine vermochten sich Andrej Schewtschenko und auch Andrej Woronin (32) wiederholt auszuzeichnen und Chancen zu erarbeiten. Bei Schweden ging die grösste Gefahr von Torschütze Zlatan Ibrahimovic aus, der zunächst in der 39. Minute mit einem Kopfball nur den Aussenpfosten getroffen hatte, sein Team in der 52. Minute aber aus kurzer Distanz in Führung schoss.

Schewtschenko scheiterte zunächst noch in der 23. Minute aus spitzen Winkel knapp, nachdem er ideal über die rechte Flanke freigespielt worden war. Doch nach dem 0:1 knüpfte der alternde Starstürmer und Rekordtorschütze noch einmal an seine besten Zeiten an. Per Kopf glich er in der 55. Minute aus kurzer Distanz zum 1:1 aus, per Kopf markierte er von der Ecke des Torraumes auch die 2:1-Führung, die das Stadion in einen Hexenkessel verwandelte.

Biedere Vorstellung der Schweden

Schon in der animierten ersten Halbzeit, die stürmischen, aber ungestümen Fussball bot, verzeichnete die Ukraine die besseren Torchancen. Die Abschlüsse fielen aber zu unpräzise und zu überhastet aus. Das änderte sich zu Beginn der zweiten Hälfte, als die von ihrem Anhang frenetisch unterstützten Gastgeber gegen die biederen Schweden zulegten. Die Mannschaft von Trainer Erik Hamren enttäuschte. Harmonie und Spielverständnis waren Fremdworte. Die aus elf Spielern aus elf verschiedenen Teams und aus neun Ländern zusammengesetzten Skandinavier kamen selten in Fahrt, weil die Automatismen und die Klasse zu fehlen schienen.

Erst in den Schlussminuten war ein richtiges Aufbäumen der Schweden zu spüren. Aber sowohl der für den enttäuschenden Markus Rosenberg eingewechselte Johan Elmander als auch Olof Mellberg konnten ihre Gelegenheit kurz vor dem Tor nicht nutzen.

Ein Land im Freudentaumel

Jahrelang hatte die Ukraine auf den 11. Juni 2012 und die Chance gewartet, erstmals bei einer EM-Endrunde mitspielen zu können. Als zum Anpfiff hin der übliche Countdown mitgezählt wurde, brandete der Jubel der Ukrainer im mit 60'000 Zuschauern voll besetzten Stadion auf.

Es war zu spüren und zu hören, wie sehr das seit 1991 unabhängige Land dieses Spiel in seiner Hauptstadt herbeigesehnt hatte. Und dementsprechend stürmisch feierten die Ukrainer nach Spielschluss ihre Helden und insbesondere ihren Superstar Schewtschenko, der das Feld schon in der 80. Minute total abgekämpft verlassen hatte.

si/ot

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