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Interview mit Syrien-ExperteWerden wir Bashar al-Assad bald am UNO-Hauptsitz in New York sehen?

Die Abscheu gegen den syrischen Machthaber sei ein Fehler, sagt Sicherheitsexperte Roland Popp. Europa und die Schweiz müssten handeln, um eine Hungersnot und die nächste Flüchtlingswelle zu verhindern.

«Er hat zwar den Krieg gewonnen, ist aber dabei, den Frieden zu verlieren»: Der syrische Präsident Bashar al-Assad besucht Regierungstruppen in der Nähe von Idlib, wo immer noch gekämpft wird. (22. Oktober 2019)
«Er hat zwar den Krieg gewonnen, ist aber dabei, den Frieden zu verlieren»: Der syrische Präsident Bashar al-Assad besucht Regierungstruppen in der Nähe von Idlib, wo immer noch gekämpft wird. (22. Oktober 2019)
Foto: EPA

Der Bürgerkrieg in Syrien ist aus den Schlagzeilen praktisch verschwunden. Wird immer noch gekämpft, oder ist der Konflikt inzwischen eingefroren?

Es gibt weiterhin Scharmützel. Auch tauchen regelmässig Gerüchte auf über eine grössere Offensive in der Provinz Idlib, wo sich die bewaffnete Opposition gegenwärtig noch halten kann. Umkämpfte Fronten bestehen aber kaum noch.

Der Sieger des Kriegs steht fest. Werden wir Bashar al-Assad bald wieder auf internationalen Konferenzen oder am UNO-Hauptsitz in New York sehen?

Er hat zwar den Krieg gewonnen, ist aber dabei, den Frieden zu verlieren. Denn die Zentralregierung kann sich trotz des militärischen Erfolgs politisch nicht durchsetzen. Assad bleibt international isoliert. Und die USA sind dabei, die Sanktionen noch zu verschärfen.

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