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Interview zum Drogenkrieg in Mexiko«Europäer sollten weniger Netflix schauen»

Im mexikanischen Drogenkrieg zeichnen Medien ein falsches Bild – mit dieser These hat der Literaturwissenschaftler Oswaldo Zavala eine heftige Kontroverse ausgelöst. Hier erklärt er das System.

Gute Unterhaltung, die wenig mit der Realität zu tun hat: Eine Szene aus der Netflix-Serie «El Chapo».
Gute Unterhaltung, die wenig mit der Realität zu tun hat: Eine Szene aus der Netflix-Serie «El Chapo».
Foto: Netflix

Wenige Beiträge zum mexikanischen Drogenkrieg wurden so kontrovers diskutiert wie das 2018 erschienene Buch «Los Cárteles No Existen» (Die Kartelle existieren nicht) von Oswaldo Zavala. Im Interview erklärt er, weshalb Gewalt und Drogenhandel Teil des mexikanischen Systems sind.

Herr Zavala, existieren die Kartelle nun oder existieren sie nicht?

Natürlich gibt es in Mexiko organisierte Gruppen von Drogendealern. Sie bewegen illegale Güter. Sie sind bewaffnet. Und sie sind nicht nett. Aber die Kartelle existieren nicht so, wie uns das geschildert wird.

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