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Autos mit VerbrennungsmotorEuropas Grossstädter wollen Verbot

Schlechte Luft in den Städten nervt viele Europäer.
47 Kommentare
    Jürgen Baumann

    Jeder, der in einer Stadt lebt, kennt im Sommer die Probleme, die Hitzetage bereiten. Städte sind Hitzeinseln und mit der fortschreitenden Klimakrise vermehren sich die Hitzetage. Zürich zum Beispiel hat heute schon das Klima von Ascona und wird sich weiter dem Klima vom Mailand annähern. Jeder darf raten, was für ein Klima dann in Mailand herrschen wird.

    Wenn die Hitzetage zunehmen, dann ist es nur natürlich Wärmequellen aus der Stadt zu verbannen. Das sind zum Beispiel die Verbrennungsmotoren, die im städtischen Stop & Go Verkehr eine Effizienz von gegen 10% haben. Der Rest ist Wärme, der in die Umgebung entlassen wird. Zu schweigen noch von den Restanzen des Verbrennungsprozesses, der ganz andere Eigenschaften hat als "Eau der Cologne". Diese zusätzlichen Wärmequellen heizen die Städte weiter auf. Damit in den Gebäuden überhaupt gelebt oder gearbeitet werden kann, braucht es Kühlungen. Diese schaffen die Wärme nach draussen mit der Konsequenz, dass es draussen noch wärmer wird. Die Fahrzeuge werden dann ihre Kühlanlagen laufen lassen. Ein Teufelskreis.

    Wer unbelästigt atmen will und nicht durch die vielen Wärmequellen gegart werden will, der wird natürlicherweise dankend verzichten. Zumal es ja auch wesentlich effizientere Alternativen der Fortbewegung auf 4 Rändern gibt.

    Wenn Städte in naher Zukunft allen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor bei Hitzelagen "Hitzefrei" geben werden, würde mich das nicht wundern. Ein guter Grund, die nächste Fahrzeug Anschaffung zu überdenken.