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Anklage wegen MietwuchersEx-Besitzer der «Gammelhäuser» droht Strafe von 24 Monaten

Bei einem Medienrundgang im Januar 2017 zeigte sich, dass in den Häusern an der Neufrankengasse im Zürcher Kreis 4 vieles im Argen lag.

1,3 Millionen beschlagnahmt

Mieten in bar eingezogen

Schwierige Beweisführung

SDA/an

8 Kommentare
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    Thomas Luchsinger

    Angeklagt ist gewerbsmässiger Wucher, Art. 157 StGB, und wie immer lohnt sich ein kurzer Blick ins Strafgesetzbuch.

    1. Wer die Zwangslage, die Abhängigkeit (...) einer Person dadurch ausbeutet, dass er sich für eine Leistung Vermögensvorteile (...) versprechen lässt, (...) die zur Leistung wirtschaftlich in einem offenbaren Missverhältnis stehen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft. 2. Handelt der Täter gewerbsmässig, so wird er mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren bestraft.

    Das "offenbare Missverhältnis" wird genügend dokumentiert, und am Vorsatz bestehen kaum Zweifel. So gesehen - gewerbsmässig, jahrelang, weit über 100 Opfer - erscheint der Strafantrag der StaWa schon fast mild, ich schliesse nicht aus, dass das Gericht strenger urteilt.

    Und am Rande kann sich das Gericht noch zu den Sozialbehörden und Ämtern äussern, die seit Jahrzehnten (!) diesen Wucher mitfinanzier(t)en! Und keineswegs bloss in Zürich, die Masche ist schweizweit bekannt. Zahlen ist einfacher als Hinschauen und Handeln. Möglicherweise hat die Stadt Zürich nach jahrelanger Kritik selbst eine Strafanzeige eingereicht, siehe Archiv, bspw. Freitag 29. Mai 2015. "Der Stadtrat will die schlimmsten Fälle von Mietwucher anzeigen".

    Ich sehe dem Prozess mit grossem Interesse entgegen!

    MfG (lu)