Ralph Lauren -
Polo und Party

Modedesigner Ralph Lauren brachte seinen betuchten Landsleuten Stil bei — und legte damit selbst eine typisch amerikanische Erfolgsgeschichte hin

Lieber Lauren als «Life-Shit»

Wer als Sohn eines Maler und Lackierers aus Weissrussland in der Bronx geboren wird, hats nicht leicht. Zumal Ralph Lifshitz’ Eltern als Juden in die USA emigriert waren. Doch schon als Schüler verdiente er erstes Geld durch den Verkauf von Krawatten. Mit zwölf Jahren investierte er das verdiente Geld in teure Anzüge. Und mit 16 entschloss er sich, seinen Namen zu wechseln. Man warf Lauren später vor, dass er damit seine jüdische Herkunft verschleiern wollte. Doch der Designer verneinte das stets und gab glaubhaft an, dass er wegen seines Nachnamens ständig gehänselt worden sei. Der Name Lauren habe auch keine Bedeutung – er sei nur wohlklingender und würde nicht Assoziationen zu englischen Begriffen «Life» und «Shit» wecken. Als Ralph Lauren studierte er Wirtschaft, wurde aber wegen schlechter Leistungen rausgeworfen.

Vom Soldaten zum Verkäufer

Ab 1962 diente er zwei Jahre in der US Army. Obwohl Lauren nie eine Ausbildung absolviert hatte, arbeitete er danach bei einem Modehaus als Verkäufer. 1967 erwarb er die Rechte an der Marke Polo, die bis zu diesem Zeitpunkt tatsächlich für Polo-Spieler gedacht war. 1968 gründete er mit einem 50 000-Dollar-Kredit das Krawattengeschäft «Polo Fashions» und entwarf seine erste Männerkollektion: Polo Menswear Co. Lauren konzentrierte sich aber nicht nur auf Krawatten, sondern entwarf erste komplette Kollektionen für Herren. 1971 begann Lauren, erste Damenkollektionen zu kreieren.

Durchbruch dank «Gatsby»

Der Durchbruch kam mit dem Polo-Shirt. Das erste Hemd kam 1972 auf den Markt und war in über 20 Farben erhältlich. Das Shirt wurde schnell zum Klassiker. Laurens Ruf festigte sich, als er das Styling für den Film «The Great Gatsby» übernahm. Der Mythos war geboren. Bekannte sagen über den Designer, er finde immer die besten Leute und bezahle sie besser. Und darum würden seine Leute auch immer eine gewisse Arroganz ausstrahlen. Vielleicht wurde Lauren deshalb so schnell zum New Darling der New Yorker Fashion- und VIP-Szene. Auf seinen Partys trafen sich jedenfalls Stars wie die Schauspieler Robert De Niro, Robert Redford, Mia Farrow, Sarah Jessica Parker oder auch Designer- Kolleginnen wie Donna Karan.

Polo Ralph Lauren kommt jetzt auch in den Globus Zürich Bahnhofstrasse. Die Kollektion der Frühlingsmode 2014 kombiniert in unverwechselbarem Stil klassische Herrenmode und Sportswear.

Neue und altbekannte Marken in der Globus Herrenmodeetage

  • Michael Kors

    Das US-Label Michael Kors hat den roten Teppich in Hollywood mit seinen Prêt-à-porter- Kollektionen längst erobert. Jetzt auch exklusiv in der Schweiz bei Globus.

  • Tommy Hilfiger

    Tommy Hilfiger ist der Inbegriff amerikanischer Kreativität. Seine Kollektionen überzeugen von klassisch-preppy bis zu Businesskleidung.

  • Napapijri

    Outdoor modisch: Das ist Napapijri. Die Marke mit dem Wappen Norwegens als Logo. Napapijri bedeutet «nördlicher Polarkreis», doch die Marke wurde einst in Italien gegründet.

  • Henry Cotton’s

    Englische Eleganz trifft auf italienische Handwerkskunst – das ist seit 1978 das Erfolgsgeheimnis von Henry Cotton’s. Inspiriert vom britischen Golfer Sir Henry Thomas Cotton.

  • Ted Baker

    Cool Britannia: Das weltbekannte Londoner Fashion-Label Ted Baker setzt seit Jahren erfolgreich auf einen unverwechselbaren britischen Stil und Liebe zum Detail.

  • Hugo Boss

    Hugo Boss ist das bekannteste Modelabel Deutschlands. Die aktuelle Männerkollektion feiert die Neuinterpretation klassischer Safaristyles.

  • Armani Jeans

    Elegant und klassisch: Armani Jeans ist die erfolgreiche Denim-Linie des italienischen Designers Giorgio Armani.

  • The Kooples Sport

    Das Label wurde von drei Brüdern gegründet. Sie setzten in der Werbung auf attraktive Pärchen (Couples) und mischten Paris mit ihrer lässigen Dandy- Looks auf.

Der legendäre New-England-Look überzeugt mit neuen Emblemen. Eine grosse Auswahl an Poloshirts unterstreicht das Old-School- Image, aber auch Beachwear mit viel Jacht- Club-Chic und sommerliche Mokassins und Canvasschuhe runden das Angebot von Ralph Lauren in Zürich ab.

Das Erfolgsgeheimnis

Ralph Lauren erkannte eines vor allen anderen: Der Drang der amerikanischen Upper Class nach Abgrenzung vom Rest der Gesellschaft. Mit dem Emblem des Poloreiters auf der Kleidung konnte jedes Mitglied der New Yorker oberen Zehntausend problemlos signalisieren, dass man Geld hatte. Kommt dazu, dass Laurens Mode ebenso gut geeignet für Tennis wie für wilde Partys war. In den Studenten-Verbindungen der amerikanischen Elite-Universitäten können sich Studenten heute noch fernab gesellschaftlicher Zwänge austoben. In Poloshirts, versteht sich.

Die Lauren-Legende

1987 besiegte der berühmte Designer den Krebs. Nach einer Gehirntumordiagnose wurde er komplett geheilt. Zehn Jahre später ging Polo Ralph Lauren an die Wall Street. Heute gehört Ralph Lauren zu den klassischen Evergreens in der Modewelt. Seine Kleider sind edel, stabil und dennoch elegant. Die Marke gehört zu den erfolgreichsten Modelabels aller Zeiten. Und ihr Schöpfer gar zu den reichsten Männern der Welt: Vor drei Jahren taxierte das Wirtschaftsmagazin «Forbes» das Vermögen des US-Designers auf 5,8 Milliarden Dollar.

Lauren der Autosammler

Der heute 74-Jährige besitzt eine Sammlung von über 60 Automobilen, zu der auch mehrere exklusive Raritäten gehören. Neben alten Jaguar, Ferrari und Porsche stehen auch aktuellere Modelle wie ein Bugatti Veyron 16.4 in seiner Autosammlung. Wertvollstes Stück ist laut Wikipedia ein Bugatti Type 57 SC Atlantic. Ein Wagen, von dem weltweit lediglich vier Stück gebaut wurden und heute nur noch deren zwei erhalten sind.