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Women’s Champions LeagueFCZ-Frauen beissen sich die Zähne aus

Nach Servette scheiden auch die Zürcherinnen aus der Champions League aus. Sie können nach dem 0:2 im Hinspiel nicht mehr reagieren und verlieren 0:1.

Als die Chancen schwinden: Annina Enz vom FCZ sieht das Ausscheiden kommen.
Als die Chancen schwinden: Annina Enz vom FCZ sieht das Ausscheiden kommen.
Foto: Keystone

Falls es noch ein Beispiel für den Matchplan von St. Pölten braucht, dann liefert ihn Alexandra Bíróová nach 17 Minuten eindrücklich. Resolut grätscht die slowakische Nationalspielerin FCZ-Captain Fabienne Humm von den Beinen, danach beugt sie sich über ihr Opfer, schreit sie an.

Ja, nach dem 2:0-Heimsieg im Hinspiel ist für die Österreicherinnen klar, dass es im Rückspiel des Champions-League-Sechzehntelfinals darum geht, die Zürcherinnen aus dem Tritt zu bringen. Die destruktive Ausrichtung ist schon auf dem Matchblatt mittels defensiver Fünferkette ersichtlich.

Es braucht aber Bíróovás aggressives Einschreiten, damit der Plan seine Wirkung zeigt. Denn in den ersten 15 Minuten ist es der FC Zürich, der die Gegnerinnen aus Niederösterreich überrennt. St. Pölten reiht kaum zwei Pässe aneinander, Zürich hingegen sucht den frühen Treffer, den sich Trainer Ivan Dal Santo so sehr wünscht.

Sehr nah kommt diesem in der 12. Minute Humm: Nachdem der Ball durch den Strafraum irrlichtet, steht sie plötzlich alleine vor Isabelle Kresche, scheitert aber am Goalie. Das Tor fällt dann sofort im Anschluss, Kresche Martina faustet Mosers fälligen Eckball ins eigene Netz. Doch der Jubel, er hält nur für wenige Sekunden. Schiedsrichterin Cheryl Foster hat ein Foul von Onyinyechi Zogg gesehen, die Kresche im Weg steht. Ein sehr, sehr harter Entscheid.

Stierlis Freistoss prallt an den Pfosten

Als keine fünf Minuten später Humm völlig freistehend den Ball knapp verpasst, hat Bíróová genug gesehen. Das hat gewissermassen Signalwirkung. Auf einmal kommen die Zürcherinnen nicht mehr am Gegner vorbei, und falls doch, werden sie mit unfairen Mitteln gestoppt. Sicher ist sicher. Offensichtlich lassen sie sich von den Provokationen aus dem Tritt bringen, plötzlich kommen die Zuspiele nicht mehr an, und jene, die ankommen, werden ungenügend verarbeitet. Nach vielversprechendem Start flacht das Spiel ab, zuzuschauen ist nun harte Kost.

Es dauert bis zur 61. Minute, bis es wieder gefährlich wird - dann dafür so richtig. Julia Stierlis Freistoss klatscht an den Pfosten, Mosers Nachschuss aus bester Position landet auf der Laufbahn im Letzigrund. Der Startschuss zur Aufholjagd? Im Gegenteil. Zuerst haben die Zürcherinnen Glück, dass die Schiedsrichterin ein klares Foul von Lydia Andrade im eigenen Strafraum übersieht, kurz darauf fliegt die 18-jährige Torhüterin Livia Peng in Richtung Lattenkreuz, um einen Freistoss von Mateja Zver am Tor vorbei zu lenken.

In der 83. Minute zerschlagen sich dann die Zürcher Hoffnungen endgültig. Nach einem Eckball steigt die eingewechselte Lisa Mackas am höchsten und trifft mit einem wuchtigen Kopfball aus kurzer Distanz zum 1:0. Weil es bei diesem Resultat bleibt, scheidet zwei Tage nach Servette (2:9-Gesamtskore gegen Atlético Madrid) auch der zweite Schweizer Vertreter aus der Champions League aus.

5 Kommentare
    Konrad Staudacher

    Wo steht der Endstand? Was soll ein solcher Match-Bericht?