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Interview zur Verhüllungsinitiative«Feministinnen schweigen aus Angst, als fremdenfeindlich zu gelten»

Frauenrechtlerin und Politologin Elham Manea erklärt, weshalb sie die Initiative für das Verhüllungsverbot unterstützt. Wer beim Tragen der Burka von Selbstbestimmung rede, habe keine Ahnung von den Verhältnissen in diesen Familien.

«Die Schweiz muss gegenüber dem Islamismus eine klare Haltung einnehmen»: Politologin Elham Manea in ihrer Wohnung in Bern.
«Die Schweiz muss gegenüber dem Islamismus eine klare Haltung einnehmen»: Politologin Elham Manea in ihrer Wohnung in Bern.
Foto: Sebastian Magnani

Keine einzige linke Partei unterstützt die Initiative für ein Verbot von Verhüllungen, die am 7. März zur Abstimmung kommt. Ein Fehler, findet die jemenitisch-schweizerische Politologin Elham Manea. Sie kämpft seit vielen Jahren für Frauenrechte und gegen religiösen Fundamentalismus. In ihrer Wohnung, direkt an der Aare in Bern gelegen, erklärt sie, weshalb aus feministischer Sicht ein Verhüllungsverbot richtig ist.

Bundesrätin Karin Keller-Sutter sagte an der Pressekonferenz gegen die Verhüllungsinitiative, das mit der Burka sei «ein wenig wie jetzt mit den Gesichtsmasken». Was entgegnen Sie der Justizministerin?

Ich sehe die Ironie. Die Analogie ist aber fehl am Platz: Man kann nicht eine Maske, die der Gesundheit dient, mit einem Kleidungsstück gleichsetzen, das mit Diskriminierung und einer gefährlichen politischen Ideologie verbunden ist. Bei allem Respekt für die Bundesrätin, aber über einen solchen Spruch kann ich nicht lachen.

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