Leser mögen Lösungen

Seit 2015 publiziert der «Tages-Anzeiger» regelmässig lösungsorientierte Beiträge. Die Artikel über vogelschonende Windräder und helfende Pfadfinder kommen gut an.

Gut fürs Klima, schlecht für die Vögel: Wildgänse ziehen vor einem Windrad im niedersächsischen Emden vorbei. (22. Februar 2011)

Gut fürs Klima, schlecht für die Vögel: Wildgänse ziehen vor einem Windrad im niedersächsischen Emden vorbei. (22. Februar 2011) Bild: Ingo Wagner/DPA/Keystone

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Eine schlechte Nachricht jagt die andere. Wer Zeitungen liest und Fernsehen schaut, kann sich dieses Eindrucks nicht erwehren, und das nicht erst seit letztem Jahr. Auch der Überdruss, für den die unzähligen Kriege, Katastrophen und Skandale sorgen, ist kein neues Phänomen, auch wenn er seit der Beschleunigung des Nachrichtengeschäfts durch das Internet vielleicht noch verbreiteter ist. Ein Ansatz, um den Strom an negativen Meldung zumindest ab und zu zu unterbrechen, ist lösungsorientierter Journalismus. Dieser schildert Ansätze zur Bewältigung sozialer, ökonomischer, politischer oder ökologischer Probleme. Seit September 2015 veröffentlicht der «Tages-Anzeiger» solche Beiträge in einer eigenen Rubrik, der «Lösung».

In einer Umfrage auf Tagesanzeiger.ch wollten wir nun von unseren Lesern wissen, was sie von lösungsorientiertem Journalismus und von bisher veröffentlichten Beiträgen halten.

Die Umfrage zeigt, dass der lösungsorientierte Journalismus von der «Tages-Anzeiger»-Leserschaft geschätzt wird. 93 Prozent von 742 antwortenden Lesern gaben an, lösungsorientierten Journalismus gern zu lesen. Die meisten davon, weil sie der Ansicht sind, dass Medien eine Verantwortung haben, auch konstruktive Vorschläge zu machen. 38 Prozent der Befragten fanden zudem, dass sie nicht immer negative Nachrichten lesen wollen.

Die Umfrage zeigt auch, dass nicht alle Themen gleichen Anklang bei den Leser finden. Von vier ausgewählten Artikeln schnitten zwei mit wissenschaftlichen Lösungen für je ein ökologisches und ein gesundheitliches Problem am besten ab. Ebenso auf Anklang stiess ein Beitrag über Pfadfinder, die Asylsuchende unterstützen. Am schlechtesten kam ein Artikel an, der darüber informierte, wie schon bald Bankkontos im Internet eröffnet werden können – mithilfe von Selfies.

Hier geht es zu den erwähnten Beiträgen:

(mw)

Erstellt: 24.01.2017, 13:25 Uhr

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