Darf Mozzarella im Handgepäck mitfliegen?

Die Antwort auf eine Leserfrage zum Thema Flugsicherheit.

Generell gilt, dass «Flüssigkeiten» nur in Behältern mit einem Fassungsvermögen von maximal 1 Deziliter im Hand­gepäck transportiert werden dürfen: Stichproben-Kontrolle einer Handtasche am Flughafen Zürich. Foto: Dominic Steinmann (Keystone)

Generell gilt, dass «Flüssigkeiten» nur in Behältern mit einem Fassungsvermögen von maximal 1 Deziliter im Hand­gepäck transportiert werden dürfen: Stichproben-Kontrolle einer Handtasche am Flughafen Zürich. Foto: Dominic Steinmann (Keystone)

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Unsere Abreise in die Sommerferien war von einem grossen Ärger getrübt. Bei der Handgepäckkontrolle am Flughafen Zürich nahm uns das Per­sonal nicht nur eine angebrochene 2-Deziliter-Flasche Sonnencreme ab, sondern auch diverse Lebensmittel. So etwa einen Mozzarella und je ein Glas Honig und Konfitüre, die wir als Geschenke für Freunde mitnehmen wollten. Als Begründung sagte man uns, es handle sich um Flüssigkeiten, die nur beschränkt im Handgepäck mitgenommen werden dürften. Es ist uns bewusst, dass für echte Flüssigkeiten wie Getränke, Rasierwasser oder Insektenschutzmittel Einschränkungen gelten – aber für Mozzarella?

Mozzarella ist zwar auf der einschlägigen Liste des Flughafens Zürich nicht namentlich erwähnt, wohl aber Frischkäse als Oberbegriff. Das Beispiel zeigt, dass der Ausdruck «Flüssigkeit» flug­sicherheitstechnisch sehr weit gefasst wird und wenig mit dem gängigen Sprach­gebrauch zu tun hat. Flüssig­keiten sind in der Fliegerei auch Fischkonserven, Birchermüesli und Tomatenpüree – ebenso wie die von Ihnen ­erwähnte Konfitüre, der Honig und die Sonnencreme. Die ganze «Liste der Beschränkungen von Flüssigkeiten im Handgepäck» ist unter www.flughafen-zuerich.ch/sicherheit zu finden.

Generell gilt, dass «Flüssigkeiten» nur in Behältern mit einem Fassungsvermögen von maximal 1 Deziliter im Hand­gepäck transportiert werden dürfen. Zusammen müssen diese Gefässe in einen 1-Liter-Plastikbeutel passen. Entscheidend ist das Fassungsvermögen des ­einzelnen Gefässes, nicht etwa der tatsächliche Inhalt. Selbst wenn Ihre 2-Deziliter-Flasche Sonnencreme fast leer gewesen wäre, hätten Sie diese also nicht mit an Bord nehmen dürfen. Flüssiges, das man im Duty-free-Shop gekauft hat, darf man hingegen auch mit mehr Inhalt in die Kabine nehmen, sofern es zusammen mit der Kaufquittung in einer versiegelten Tasche verpackt ist.


Senden Sie uns Ihre Fragen zum Arbeitsrecht, Konsumrecht, Sozialversicherungsrecht und Familienrecht an rechtundkonsum@tages-anzeiger.ch. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 04.09.2017, 07:52 Uhr

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