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Nach islamistischen AnschlägenFrankreichs Innenminister will über 70 Moscheen kontrollieren

Frankreich will gegen Separatismus vorgehen und plant nebst einem neuen Gesetz auch Kontrollen von Gotteshäusern. Das Land war zuletzt immer wieder von islamistischem Terrorismus getroffen worden.

FRANCE - THE GREAT MOSQUE OF PARIS Cloudy and dark sky over the green star and yellow crescent of the Great Mosque of Paris. Paris, 22 August 2020. Photograph by Frederic Petry / Hans Lucas. PARIS ILE DE FRANCE FRANCE PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: xFr d ricxP tryx HL_FPETRY_1253165
FRANCE - THE GREAT MOSQUE OF PARIS Cloudy and dark sky over the green star and yellow crescent of the Great Mosque of Paris. Paris, 22 August 2020. Photograph by Frederic Petry / Hans Lucas. PARIS ILE DE FRANCE FRANCE PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: xFr d ricxP tryx HL_FPETRY_1253165
imago images/Hans Lucas

Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin hat eine Kontrolle von 76 Moscheen im Land angekündigt. Dabei seien auch Schliessungen möglich, teilte der Ressortchef am Mittwochabend via Twitter mit. Er sprach von einem Vorgehen gegen den «Separatismus». Die Regierung plant auch seit längerem ein Gesetz gegen den sogenannten Separatismus, das sich de facto gegen den radikalen Islamismus richtet. Der Gesetzesentwurf soll nach bisherigen Planungen in der kommenden Woche im Kabinett debattiert werden.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte angekündigt, den radikalen Islamismus dort zu bekämpfen, wo junge Menschen in seine Fänge geraten – in radikalen Moscheen, ausserhalb der Schule oder im Internet. Das Land war in den zurückliegenden Monaten wieder vom islamistischen Terrorismus getroffen worden, bei Anschlägen starben mehrere Menschen. So wurde ein Lehrer bei Paris von einem mutmasslich islamistischen Gewalttäter enthauptet.

SDA