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Dreckige Wäsche als Muse für den Dichter

In New York gibt es rund 2600 Waschsalons. Einige davon bieten mehr als schmutzige Wäsche.

Mit dem Projekt «Dirty Laundry: Loads of Prose» («Dreckige Wäsche: Ladungen von Prosa») verfolgt Emily Rubin primär ein Ziel: Sie möchte gelangweilte New Yorker aus ihrem Alltag reissen.

Kaum ein Ort eignet sich dafür besser als ein Waschsalon, dachte sich die Initiantin. Rubins Ziel: Dichtende sollen ihre Prosa in Waschsalons vortragen. Für sie bedeutet die Verschmelzung von Waschen und Kunst «eine reinigende Erfahrung». Auch die meisten Besucher zeigen sich begeistert von der Möglichkeit, sich literarisch weiterzubilden, während das Waschmittel schäumt. «Es ist aufregend. Die Geräusche und Gerüche bereichern die Atmosphäre», sagt eine Besucherin.

Dichterinnen und Dichter sehen das Projekt als grosse Herausforderung: Man konkurriert gegen Waschmittel und Bleiche. Dabei geht es manchen wirklich nur um die Wäsche. Gelingt es, ihre Aufmerksamkeit zu erregen, ist das eine grosse Leistung, sagt eine, die schon mehrmals in Salons vorgetragen hat.

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