Zum Hauptinhalt springen

Ogis zweiter «Chlapf a Grind»

Neben vielen Höhepunkten gab es für Adolf Ogi auch Tiefpunkte: Der Alt-Bundesrat wurde 2001 nicht ins Internationale Olympische Komitee gewählt.

Stellte sich nach der Niederlage den Fragen in der «Rundschau»: Adolf Ogi.
Stellte sich nach der Niederlage den Fragen in der «Rundschau»: Adolf Ogi.
Screenshot SF

Alt-Bundesrat Adolf Ogi wird am 16. Juli 2001 nicht ins Internationale Olympische Komitee (IOK) gewählt. «Der 59-jährige Berner Oberländer UNO-Sonderbotschafter für Sport wurde als Einziger der sieben Kandidaten desavouiert», schreibt Swissinfo.ch. Ogi selber ist tief enttäuscht über den «zweiten Chlapf a Grind» nach Sion. Der Politiker spricht damit den IOK-Entscheid vom 19. Juni 1999 an, die Winterspiele 2006 nicht an Sion, sondern Turin zu vergeben.

Nach der IOK-Schmach stellt sich Ogi im Schweizer Fernsehen in der «Rundschau» den Fragen von Reto Brennwald.

Zum ersten Mal ein Kandidat abgelehnt

Mit dem ehemaligen Schweizer Bundespräsidenten Adolf Ogi ist zum ersten Mal ein Kandidat für die Mitgliedschaft im Internationalen Olympischen Komitee (IOK) abgelehnt worden.

Nur 46 der 113 stimmberechtigten IOK-Mitglieder sprachen sich in der geheimen Wahl für die Aufnahme von Ogi aus, 59 waren dagegen. Hingegen gehört Juan Antonio Samaranch jun., der Sohn des IOK-Präsidenten, zu jenen sechs Kandidaten, welche die erforderliche Mehrheit erhielten.

Ogi sieht seine Nichtwahl ins Internationale Olympische Komitee (IOK) nicht als persönliche Niederlage. Die Entscheidung der IOK-Vollversammlung sei gegen die Übervertretung der Schweiz in dem Gremium gerichtet gewesen, sagte Ogi gegenüber Swissinfo. Im IOK sitzen bereits fünf Schweizer.

Allerdings lässt der ehemalige Schweizer Bundesrat durchblicken, dass er auch an der kräftigen Unterstützung der fünf Schweizer IOK-Mitglieder zweifelt: «Zwar wird die Übervertretung der Schweiz im IOK in den Vordergrund gerückt», sagte Ogi, «aber auch die Tatsache gibt zu denken, dass einzelne IOK-Mitglieder aus der Schweiz gesagt haben, ich würde die Bedingungen nicht erfüllen, weil ich keine Exekutivfunktion in der Schweiz mehr ausübe.»

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch