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Wenn ein werdender Vater alles riskiert

Drei Tage nachdem er aus dem Spital kam, zeigte der Amerikaner Cam Zink beim Final der MTB-Freerider ein unglaubliches Manöver. Seine hochschwangere Freundin sah zu.

In der Nacht auf Montag hielten die Mountainbiker rund um den Globus den Atem an. Der Amerikaner Cameron Zink (27) hatte eine Ansage gemacht. Er wollte beim Saisonhöhepunkt der Mountainbiker dort einen Rückwärtssalto machen, wo kaum einer der anderen Fahrer sich getraute, überhaupt runterzuspringen.

Nach der Anfahrt über extrem steiles und loses Gelände der «Rampage», wie der Event in Utah, USA, heisst, fuhr er auf den Drop zu, zog am Lenker, schaute ruckartig nach hinten und drehte sich sekundenlang um die eigene Achse – um nach 26 Metern auf der schmalen Landung sauber aufzusetzen.

Zu überwältigt

Bei diesem Manöver riskierte er nicht nur sein Leben, sondern auch die Zukunft einer werdenden Familie. Seine Partnerin stand hochschwanger in der Wüste nahe Las Vegas, wo der Event stattfand. Ihre Erleichterung war gross, als Zink sicher landete. Nach dem Sprung war er so überwältigt, dass er den Rest des Kurses herunterfuhr, ohne einen der weiteren grossen Sprünge zu nehmen.

Obwohl sein Manöver die Grenzen des MTB-Freeridens nach oben verschoben hat, wurde er nur Dritter. Eine zweite Chance auf ein besseres Ergebnis bekam er nicht, denn der zweite Lauf wurde infolge starken Windes abgesagt. Zum unglaublichen Manöver gehört auch, dass Zink drei Tage zuvor im Spital war. Während acht Stunden wurde Flüssigkeit aus einem Hämatom abgelassen. Danach ging es gleich zum Training. Vor dem Backflip sprang er einmal über den Drop – ohne Trick.

Ein Schweizer war übrigens auch dabei. Der Berner Oberländer Ramon Hunziker sprang mitten unter die Weltspitze der Freerider auf Platz 11: ohne Sturz, aber mit einem breiten Grinsen im Ziel.

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