Ihr Browser ist veraltet. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser auf die neueste Version, oder wechseln Sie auf einen anderen Browser wie ChromeSafariFirefox oder Edge um Sicherheitslücken zu vermeiden und eine bestmögliche Performance zu gewährleisten.

Zum Hauptinhalt springen

«Für die Prämienzahler ist das unhaltbar»

«Es geht nicht, dass die Prämienzahler alles berappen»: Alt-Regierungsrätin Verena Diener. Foto: Doris Fanconi

Sie warnten schon früh davor, dass wir uns das medizinische Vollprogramm für alle nicht mehr leisten könnten. Doch passiert ist nichts, die Kosten stiegen weiter. Wieso können wir nicht einfach so weitermachen?

Sie wurden ja berühmt, weil Sie acht kleine Spitäler schliessen liessen.

Wie haben Sie das geschafft? In anderen Kantonen werden Politiker abgewählt, wenn sie ein Spital schliessen wollen.

Wie beurteilen Sie die Schliessungen rückwirkend?

Das Bundesamt für Gesundheit stellt fest, dass 20 Prozent der Leistungen unwirksam oder nicht nötig seien. Was heisst das konkret?

«Es gibt chirurgische Eingriffe, bei denen grosse Skepsis besteht, ob alles, was gemacht wird, sinnvoll ist.»

Der Patient ist doch aufgeklärt, er informiert sich im Internet.

Was kann man dagegen tun?

Wo gibt es solche Zahlungen?

Jedes Spital will möglichst viele Patientinnen – eine Folge der Fallpauschalen. Sie waren Pionierin bei deren Einführung. Jetzt zeigt sich, dass das System kostentreibend ist, weil die Spitäler Fälle bolzen.

Tatsache ist, dass es im stationären Bereich Überkapazitäten gibt und die Spitäler um Patienten werben.

Ein guter Zeitpunkt, um einige zu schliessen.

Sie selber verschonten damals das kleine Spital Affoltern, weil es eine ganzheitliche Art von Medizin praktizierte. Nun steht das Spital erneut auf der Kippe, und die Spitalführung ergreift die Flucht nach vorn. Sie will für 100 Millionen bauen. Was halten Sie davon?

«Ich will nicht operieren. Man kann auch mit einer Beeinträchtigung eine gute Lebensqualität haben.»

Eine vom Bundesrat eingesetzte Expertengruppe unter Ihrer Leitung hat Vorschläge gemacht, wie man Kosten sparen könnte. Nennen Sie die wirkungsvollsten Massnahmen.

Wie wollen Sie dies umsetzen?

Welche weiteren Massnahmen wären besonders wirkungsvoll?

Ihre Expertengruppe schlug auch vor, mehr ambulant zu operieren. In Zürich wurden den Spitälern bereits entsprechende Vorgaben gemacht. Gesamthaft bringt das Einsparungen, doch treiben sie die Prämien hoch, weil ambulante Kosten voll zulasten der Krankenkassen gehen, während im stationären Bereich die Kantone 55 Prozent zahlen.

Die Leute, die im Gesundheitswesen arbeiten, beklagen sich über die überbordende Bürokratie. Da könnte man viel sparen, und das Personal hätte mehr Zeit für die Patienten.

Wie wollen Sie das erreichen?

«Die mechanistische Haltung, dass der Körper aus ersetzbaren Teilen besteht, gefällt mir nicht.»

Welche Massnahmen, die Sie vorschlugen, werden wohl am ehesten umgesetzt?

Von welchen Massnahmen war Gesundheitsminister Alain Berset besonders angetan?

Wenn Sie unser Gesundheitswesen ganz neu aufbauen könnten: Wie würden Sie es organisieren?

Sie hinken. Wollen Sie kein neues Kniegelenk?