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Meinung zu Sport und PolitikUnd ewig lockt der Autokrat

Führende Sportfunktionäre haben selten Berührungsängste bei zweifelhaften Staatslenkern. Sie brauchen sie sogar – und umgekehrt. Mittendrin: Schweizer Exponenten.

Freundschaftlich verbunden: Weissrusslands Präsident Alexander Lukaschenko und René Fasel, Präsident des Internationalen Eishockey-Verbandes.
Freundschaftlich verbunden: Weissrusslands Präsident Alexander Lukaschenko und René Fasel, Präsident des Internationalen Eishockey-Verbandes.
Foto: Nikolai Petrow (Keystone)

René Fasel wollte Gutes tun. Also reiste der Schweizer Präsident des Internationalen Eishockey-Verbandes zum letzten Diktator Europas, zum weissrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko. Die Eishockey-WM soll im Mai im Land stattfinden.

Doch weil Bilder des innigen Händeschüttelns und Umarmens mit dem Potentaten zu einem Shitstorm für den früheren Zahnarzt aus Freiburg führten, erklärte er sich am Dienstagabend in «10 vor 10». Er hätte besser geschwiegen. Er verschlimmerte seine Situation nur.

Fasel behauptete, dass er seine 20-jährige Eishockeyfreundschaft mit Lukaschenko habe nutzen wollen, «damit die WM zu einer Art Versöhnung zwischen Regierung und Opposition führt». Ergo sei er überzeugt, «nichts Falsches gemacht zu haben».

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