Rakitic bezeichnet Rechtsrocker als König

Ivan Rakitic posiert bei den WM-Feierlichkeiten in Zagreb mit dem Sänger der umstrittenen Band Thompson.

Ein Bild, das zu Reden gibt: Ivan Rakitic posiert mit Marko Perkovic. Bild: Instagram, Ivan Rakitic

Ein Bild, das zu Reden gibt: Ivan Rakitic posiert mit Marko Perkovic. Bild: Instagram, Ivan Rakitic

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Immer wieder sorgten die kroatischen Team-Kicker bei der WM in Moskau für Schlagzeilen. Allen voran Domagoj Vida. Der ehemalige Verteidiger von Dynamo Kiew postete nach dem Spiel gegen Gastgeber Russland zwei Videos, in denen er erklärte, dass er den Sieg der Ukraine widmet.

Nach den Siegen der Kroaten gelangten auch Clips aus der Kabine an die Öffentlichkeit, in denen sie Lieder des Sängers Thompson alias Marko Perkovic sangen. Perkovic, dessen Übername sich auf die Waffenmarke beruft, mit der er in den 1990er-Jahren in den Kroatienkrieg zog, gilt als Faschist, der gegen Serben hetzt.

Jetzt postet der schweizerisch-kroatische Doppelbürger Ivan Rakitic ein Bild von der Willkommensfeier in Zagreb – Arm in Arm mit Perkovic. Dazu schreibt er: «Der König ist angekommen, der einzig wahre. Hopp Kroatien.» Die Reaktionen auf den Post sind zahlreich, positiv wie negativ.

Konzert-Absagen in der Schweiz

Thompson verherrlicht in seinen Liedern das faschistische Ustascha-Regime, das in Kroatien während des Zweiten Weltkriegs herrschte. Und er besingt den Kampf gegen die Serben. So zum Beispiel in «Bojna Cavoglave»: «Hört her ihr Serben, ihr Tschetniks. Unsere Hand wird euch sogar bis nach Serbien erreichen», oder: «Wirf die Granaten, und jage die Bande über den Fluss.»

In der Schweiz wurden wegen öffentlicher Proteste schon mehrere Konzerte des umstrittenen Musikers abgesagt, zuletzt ein Auftritt in Schlieren im September 2016. 2009 musste ein angekündigtes Konzert in Kriens abgesagt werden, nachdem das Bundesamt für Polizei (fedpol) eine Einreisesperre gegen den kroatischen Sänger verfügt hatte. Anders verlief ein Auftritt am 5. Dezember 2015 in Freiburg. Perkovic durfte einreisen und das Konzert geben – überwacht von der Polizei.

(Übernommen von «20 Minuten», gekürzt und bearbeitet von Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 16.07.2018, 20:39 Uhr

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