Dreimal Aussenseiter gegen offensive Power

Spanien und Portugal stehen am siebten WM-Tag vor vermeintlich einfachen Aufgaben. Die wichtigsten Fakten und Infos zum Mittwoch.

Ronaldo erzielt gegen Spanien das 3:3. Kann er gegen das defensive Marokko nachlegen? Video: SRF

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Fast eine Woche alt ist die Weltmeisterschaft in Russland. Und was hat sie uns doch alles schon geboten! Russland gewann sein Eröffnungsspiel 5:0. Cristiano Ronaldo zementierte seinen Status als Held Portugals mit einem Hattrick gegen Spanien. Ein isländischer Filmemacher parierte einen Penalty von Lionel Messi. Und Island, Mexiko, und die Schweiz holten Punkte gegen die Schwergewichte aus Argentinien, Deutschland und Brasilien. Und das war erst die erste Runde der Gruppenspiele.

So richtig startet die zweite am Mittwoch. Und da kommt es gleich zu drei Duellen Favorit gegen Aussenseiter. Denn viel klarer kann man die Rollen nicht verteilen, wenn Uruguay auf Saudiarabien, Spanien auf den Iran und Portugal auf Marokko treffen. Das müssen Sie vor den drei Duellen wissen, um perfekt vorbereitet zu sein.

Marokko - PortugalDas Bollwerk gegen Ronaldo

0. So viele Tore hat Marokko in der WM-Qualifikation kassiert. 24. So viele Tore haben Portugals Top-Torjäger Cristiano Ronaldo und André Silva in selbiger erzielt. Und an der WM? Da kassierte Marokko ein Tor, erzielt von einem eigenen Mann. Und da erzielte Cristiano Ronaldo drei Tore, gegen Spanien. Es ist abzusehen, in welche Richtung dieses Duell gehen wird.

Die VergangenheitSie spricht für Marokko

Oder doch nicht? Die portugiesische Nationalmannschaft hat an Grossanlässen wohl nicht viele negative Bilanzen. Gegen die Nordafrikaner aber schon. Einmal trafen die Teams an einer WM aufeinander, 1986 war das. Marokko siegte 3:1, zog als Gruppensieger vor England, Polen und Portugal in die Achtelfinals ein. Und die erste WM-Woche hat gezeigt, dass sich die Aussenseiter nicht zu verstecken brauchen.

Der goldene SchuhRonaldo als Zweiter, Costa als Erster?

Es ist erst eine Runde gespielt, da kann noch einiges passieren. Allerdings haben zwei Spieler der Gruppe B ihre Ambitionen deutlich gemacht: Ronaldo (drei Tore) und Diego Costa (zwei Tore). Ronaldo wäre nach Legende Eusebio 1966 der zweite portugiesische Torschützenkönig der WM, Costa gar der erste seines Landes. Spanien stellte in 88 Jahren WM noch nie den Topskorer.

Wird er der erste spanische WM-Torschützenkönig? Diego Costa. Video: SRF

IranOman, Turkmenistan, Guam, Indien

Die Basis bei Diego Costa ist also gelegt. Allerdings ist auch der Iran keine Mannschaft, die massig Tore zulässt. Fünf waren es in der WM-Qualifikation, keines gegen Marokko. Und auch offensiv sind die Iraner nicht zu unterschätzen. Mit einer Tordifferenz von +23 qualifizierten sie sich. Allerdings gegen hiessen die Gegner Oman, Turkmenistan, Guam und Indien. Da ist Spanien ein anderes Kaliber.

Gerard PiquéMacht die 100 voll

Spaniens Club der 100er liest sich wie eine Auswahl der besten Spieler der spanischen Geschichte. Iker Casilla, Sergio Ramos, Andrés Iniesta, Xavi, David Silva, Andoni Zubizarreta, Xabi Alonso, Fernando Torres, Cesc Fabregas, Sergio Busquets, Raúl, Carles Puyol sind die Mitglieder. Sie alle haben hundert oder mehr Länderspiele absolviert. Ab heute gehört auch Gerard Piqué dazu. Der Barça-Verteidiger feiert gegen Marokko sein Jubiläum.

SaudiarabienElf Tore zum Negativrekord

Fünf Tore (oder mehr) von einer russischen Nationalmannschaft zu kassieren, das ist bisher erst Liechtenstein, San Marino, Andorra, Kasachstan, Finnland, Andorra und Kamerun gelungen. Mit Saudiarabien gesellte sich am Donnerstag eine Mannschaft dazu. Es war die vierthöchste Niederlage in der Geschichte des Landes. Nun folgt Uruguay, es folgen Luis Suarez und Edinson Cavani. Keine guten Vorzeichen für die Mission, nicht die schlechteste Mannschaft des Turniers zu werden. Vom turnierübergreifenden Rekord sind die Saudis aber noch weit entfernt: Den hält Südkorea mit 16 Gegentoren bei der WM 1954.

Der Anfang einer hohen Niederlage für Saudiarabien. Video: SRF

UruguayZeit, die Statistik aufzubessern

Nach zwei gespielten Spielen müssen sich erste Mannschaften bereits keine Sorgen mehr ums Weiterkommen machen. Uruguay möchte dazu gehören, mit einem Sieg gegen Saudiarabien würde es das wohl auch. Ein Blick in die Statistik jedoch zeigt Verwunderliches: Zweimal trafen die Teams bisher aufeinander, einmal gab es ein Unentschieden, 2002 gewann Saudiarabien gar. (mro)

Erstellt: 20.06.2018, 07:12 Uhr

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