Grosses Fussball-Kino am Schwarzen Meer

Cristiano Ronaldos Portugal und Spanien sorgen in Sotschi für ein grosses Spektakel. Alle Treffer des zweiten WM-Tages auf einen Blick.

Penalty oder nicht? Gemäss Ref wird Cristiano Ronaldo im spanischen Strafraum gefoult. (Video: SRF)

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Schon früh zeigt der talienische Schiedsrichter im iberischen Duell zwischen Portugal und Spanien auf den Penaltypunkt. Real Madrids Nacho berührt seinen berühmteren Clubkollegen Cristiano Ronaldo im Sechzehnerraum – und der portugiesische Star wehrt sich nicht gegen das Umfallen. Der Pfiff von Signor Gianluca Rocchi ertönt, und CR7 verwandelt den Strafstoss wie gehabt souverän zum 1:0 für Portugal.

SRF-Schiedsrichter-Experte Sascha Amhof beurteilt die Lage aus Zürich und sagt, dass der Entscheid des Unparteiischen richtig gewesen sei. Der Aargauer findet es gut, dass der Videoref nicht zum Einsatz gekommen sei. Schliesslich habe es sich nicht um einen klaren Fehlentscheid des Spielleiters gehandelt.

(Portugals Führung: Cristiano Ronaldo verwandelt den Penalty zum 1:0. Video: SRF)

Umstritten oder zumindest diskussionswürdig ist auch der Ausgleich der Spanier: Diego Costa schlägt ganz leicht den Ellbogen ins Gesicht von Pepe. Der portugiesische Verteidiger fällt theatralisch, der Spanier spielt mit den Gegenspielern Katz und Maus unt trifft zum 1:1. Wieder greift der Videoref nicht ein, das Tor in der 24. Minute zählt.

(Das 1:1: Diego Costa setzt sich gegen die spanische Abwehr durch. Video: SRF)

Und weil es einer jener Fussballspiele ist, die noch lange in den Köpfen bleiben wird, führt ein eklatanter Fehler von Spaniens Keeper David De Gea zur erneuten Führung der Lusitaner. Der glückliche Schütze – wer könnte es anders sein – heisst natürlich Ronaldo.

(Riesenbock: David De Gea lässt einen Schuss von CR7 passieren. Video: SRF)

Nach der Pause geht es im gleichen Stile weiter. Da Costa trifft nach Vorarbeit von Busquets erneut, es steht 2:2.

(Wiederum er: Diego Costa erzielt das 2:2. Video: SRF)

Und nur um weniges später zieht Nacho, der Sünder beim ersten Tor des Abends, ab und bringt die Spanier in Front. Was für ein Schuss, was für ein Spiel.

Satter Weitschuss: Nacho trifft herrlich zur spanischen Führung. (Video: SRF)

Aber eben: Bei Portugal spielt ein gewisser Cristiano Ronaldo. Und der Superstar von Real Madrid trifft in der 88. Minute an diesem Abend zum dritten Mal, diesmal mittels Freistoss. Am Ende steht es 3:3 in einem verrückten und spektakulären iberischen Duell, von dem man noch lange sprechen wird.

Tor Nummer 3: CR7 erzielt das 3:3 – dabei bleibt es auch. Video: SRF

Die späten Tore an diesem Turnier

Aziz Bouhaddouz wird diesen Moment wohl sein Leben lang nicht vergessen. Der marokkanische Berufsfussballer köpft eine Freistossflanke wunderbar ins Netz – allerdings in das eigene. Die Uhr steht schon bei 95 Minuten, Bouhaddouz und seine Teamkollegen haben in der Zarenstadt St. Petersburg zu wenig Zeit, den Schaden mit dem Ausgleich gegen Iran zu beheben. Die Marokkaner, in dieser Woche schon am grünen Tisch im Kampf umd die WM-Ausrichtung 2026 unterlegen, verlieren den durchschnittlichen Match unglücklich 0:1.

Marokkanische Hilfe: Ein Eigentor macht die Iraner glücklich. Video: SRF)

Schon gestern im Eröffnunggspiel fielen zwei Treffer sehr spät, und in der Partie am frühen Freitagnachmittag bringt ebenfalls ein spätes Tor die Entscheidung. Der Uruguayer José Gimenez, der sein tägliches Brot bei Atlético Madrid verdient, trifft in der 89. Minute mittels wuchtigem Kopfball gegen die ohne Star Mo Salah angetretenen Ägypter. Es ist der einzige Treffer in Jekaterinburg, und so führen WM-Gastgeber Russland und Uruguay die Tabelle in der Gruppe A an.

(Später Treffer: José Gimenez schiesst die Urus ins Glück. Video: SRF) (fal)

Erstellt: 15.06.2018, 22:09 Uhr

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