Shaqiri, Behrami und Lichtsteiner heute auf die Bank?

Vladimir Petkovic steht vor der Frage, wie er mit den Spielern umgeht, die mit einer Gelben Karte belastet sind.

Nationalcoach Vladimir Petkovic könnte vier Wechsel in der Startelf vornehmen – oder auch die gleichen elf Spieler aufs Feld schicken wie im letzten Spiel.

Nationalcoach Vladimir Petkovic könnte vier Wechsel in der Startelf vornehmen – oder auch die gleichen elf Spieler aufs Feld schicken wie im letzten Spiel. Bild: Matthias Schrader/Keystone

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Kleine Ereignisse aus den ersten beiden Spielen wirken bis heute nach. Die Fouls von Stephan Lichtsteiner, Fabian Schär und Valon Behrami gegen Brasilien (und alle gegen Neymar), der «übertriebene Torjubel» von Xherdan Shaqiri gegen Serbien, als er das Leibchen abzog - diese vier Szenen führen nun zur Frage: Was macht Vladimir Petkovic heute Abend gegen Costa Rica? Setzt er trotzdem auf diese Spieler, auch mit der Gefahr, dass sie bei einer weiteren Verwarnung in einem möglichen Achtelfinal gesperrt wären?

Das berücksichtige er «überhaupt nicht», sagt Petkovic, «ob es das zweite, dritte oder vierte Spiel ist, ich werde immer alles unternehmen, die besten elf auf dem Platz zu haben, die uns die drei Punkte garantieren». Seine Antwort heisst nichts Konkretes. Sie lässt vielmehr allen Möglichkeiten den Raum offen.

Valon Behrami gibt sich unbelastet vom Thema. Er sagt: «Wenn ich eine Gelbe Karte bekomme, ist das so. Wir alle dürfen das nicht im Kopf haben. Wir müssen 100 Prozent geben.»

Lang, Zakaria und Embolo als Alternativen

Behrami meldet sich zum Einsatz bereit. Nur ist nicht auszuschliessen, dass Petkovic, der Trainer, der so loyal zu seinen Spielern ist, heute gleich mehrere Umbesetzungen in der Startaufstellung vornimmt: Michael Lang als Rechtsverteidiger für Lichtsteiner, Denis Zakaria für Behrami im zentralen Mittelfeld und Breel Embolo für Shaqiri auf der rechten Seite.

Es wäre auch ein Zeichen Petkovics an die zweite Garde, dass er ihr vertraut. Und ein Zeichen, dass er in einem Achtelfinal leichter auf Schär verzichten könnte als auf eine der drei unbestrittenen Führungskräfte.


Das Schweizer WM-Kader für Russland:


Die Gedankenspiele gehen noch weiter. Was macht Petkovic mit Haris Seferovic? Der Stürmer war gegen Brasilien überfordert, er war es gegen Serbien eine Halbzeit, bis Petkovic ihn erlöste und Mario Gavranovic brachte. Gavranovic zeigte eine starke zweite Hälfte und hätte sich den Platz heute im Sturmzentrum verdient. Aber denkbar ist, dass ein vierter Wechsel Petkovic dann doch einer zu viel ist und er deshalb zumindest zu Beginn nochmals auf Seferovic setzt.

Er kann im Verlauf des Spiels immer noch reagieren. Mit Gavranovic, aber natürlich auch mit einem Shaqiri, der nicht viele Szenen braucht, um für den Unterschied zu sorgen. Wie Petkovic denkt, wird 75 Minuten vor Spielbeginn bekannt.

Video – Was von Costa Rica zu erwarten ist

In wenigen Stunden ist Anpfiff zum dritten und entscheidenden Gruppenspiel der Schweiz. (Video: SDA) (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 27.06.2018, 11:04 Uhr

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