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So helfen wir KMUGebt euer Geld aus!

Coiffeure, Bauern, Gastronomen: Vielen kleinen und mittleren Betrieben drohen grosse Verluste oder das Aus. Sieben Vorschläge, wie wir sie unterstützen können.

Gutscheine kaufen

Coiffeurläden sind zu, aber irgendwann müssen wir uns wieder die Haare schneiden lassen.
Coiffeurläden sind zu, aber irgendwann müssen wir uns wieder die Haare schneiden lassen.
Foto: Gaëtan Bally (Keystone)

Irgendwann muss man wieder zum Coiffeur. Und auch ein Besuch in der Lieblingsbeiz wird irgendwann wieder möglich sein. Darum empfiehlt es sich jetzt, Gutscheine zu kaufen. Das Geld wirkt wie ein zinsloses Darlehen und verschafft dringend nötige Liquidität. Auch der Gärtner, die Buchhandlung, der Veloladen oder der Massagesalon freuen sich über die Unterstützung. Und das Fitnessstudio nimmt nicht nur im Januar neue Kunden auf. Oder: Warum nicht mit Freunden ins Theater, wenn die Krise vorbei ist? Gutscheine gibt es überall, aber es entstehen auch extra Verzeichnisse wie SaveYourFaves.

Gutscheine eignen sich auch ideal als Ostergeschenk – falls wir dann immer noch nicht gemeinsam Eier tütschen können, lassen sie sich mit der Post verschicken. Wobei der Büchergutschein weniger Probleme bei den Verwandten machen dürfte als der Gutschein für ein Probetraining im Fitnesscenter. Klar, ein Darlehen beinhaltet immer ein Risiko, aber das dürfte mit gesundem Menschenverstand überschaubar sein.

Über die Gasse essen

Restaurants haben zum Teil auf den Take-away-Modus umgestellt.
Restaurants haben zum Teil auf den Take-away-Modus umgestellt.
Foto: Tamedia

Die Gastronomie hat innerhalb weniger Tage fast den ganzen Umsatz verloren. Einige Restaurants haben aber nicht völlig zugesperrt, sondern innert Kürze einen Take-away-Service aufgezogen. Mittags, manchmal sogar abends kann eine Mahlzeit abgeholt werden, oder man bekommt sie sogar ins Homeoffice geliefert. Bequemer geht es nicht – und es verschafft den Beizen einen minimalen Umsatz. Als Ergänzung zur Kurzarbeitsentschädigung. Entweder dort nachfragen, wo man sonst isst, oder unter Takeaway.com oder Eat.ch suchen.

Haushaltshilfe weiter beschäftigen

Es gibt auch in der Krise viel zu putzen.
Es gibt auch in der Krise viel zu putzen.
Foto: Peter Armbruster

Die Haushaltshilfe darf oder kann vielleicht nicht mehr nach Hause kommen. Putzen und Kochen muss man in Zeiten des Social Distancing allenfalls wieder selber. Vielleicht ist es aber möglich, der Haushaltshilfe und ihrer Arbeit durch einen langen Spaziergang auszuweichen und so die Abstandsregeln einzuhalten. Ansonsten sollte man mit ihr abklären, ob sie Kurzarbeit oder ein Taggeld für Selbstständige beantragen kann, was je nach Anstellungsverhältnis möglich sein sollte. Oder sie kann anderes erledigen: Wäsche bei sich zu Hause bügeln oder insbesondere für ältere Kunden Einkäufe erledigen.

Online einkaufen

Auch das lokale Gewerbe hat oft einen Onlineshop.
Auch das lokale Gewerbe hat oft einen Onlineshop.
Foto: Samuel Schalch

Viele Händler – auch weniger grosse – haben schon lange einen Onlineshop. Andere ziehen ihn gerade jetzt auf. Zweifelsohne hilft das, trotz geschlossenem Laden weiter Umsatz zu machen. Achten Sie beim Bestellen für einmal darauf, dass es ein Laden ist, der Arbeitsplätze in der Schweiz hat. Unter www.hilf-dem-gewerbe.ch ist eine Website entstanden, auf der sich lokale Firmen eintragen, die Onlinebestellungen entgegennehmen und liefern. Das gilt übrigens auch für Lebensmittel, allerdings weniger beim komplett überlasteten Grossverteiler.

Lebensmittel aus der Region bestellen

Bauern aus der Region liefern, während Grossverteiler überlastet sind.
Bauern aus der Region liefern, während Grossverteiler überlastet sind.
Foto: Tamedia

Der Bauer um die Ecke liefert sicher gerne Fleisch und Gemüse nach Hause. Der Weinladen bringt ein paar Flaschen vorbei, welche die Quarantäne erträglicher machen. Die Käserei, die nicht mehr auf den lokalen Markt fahren kann, freut sich auf eine telefonische Bestellung, der Metzger auch. Es gibt verschiedene Verzeichnisse von Hofläden, beispielsweise unter MyFarm, unter Vomhof.ch oder beim Schweizerbauer. Bekannt ist auch farmy.ch, die Nummer drei im Onlinehandel mit Lebensmitteln – doch der Service ist «bis in den April» ausgebucht.

Ins Zuhause investieren

Jetzt ist die Gelegenheit, ein neues Wohnzimmer anzuschaffen.
Jetzt ist die Gelegenheit, ein neues Wohnzimmer anzuschaffen.
Foto: Thomas Egli

Viele Baustellen sind zwar noch geöffnet, zumindest wenn die Abstandsregeln eingehalten werden können. Doch auch das Baugewerbe und die daran angehängten Branchen spüren wegen der anhaltenden Unsicherheit einen Einbruch ihrer Aufträge. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, endlich die Wand in der Küche frisch zu streichen, die Badewanne zu ersetzen, die Solaranlage zu planen, den Balkon zu vergrössern, das Parkett zu erneuern oder den lange ersehnten Wintergarten zu bestellen. Das via Internet bestellte Buch liest sich im neuen Designersessel noch viel besser. Und die Musik aus den neuen Lautsprechern ist ebenfalls toll.

Ein Auto kaufen – oder ein Velo

Autogaragen haben offen, Velomechaniker auch.
Autogaragen haben offen, Velomechaniker auch.
Foto: Tamedia

Auch wenn wir im Moment alle zu Hause eingesperrt sind: Es kommt der Tag, an dem wir wieder rausdürfen. Velo fahren kann man zudem auch unter Einhaltung der Abstandsregeln. Und wenn in den Osterferien immer noch die meisten Hotels geschlossen sind, gibt es nichts Besseres als eine Velotour mit Familie und Freunden. Veloläden haben teilweise offen oder liefern nach Hause. Reparaturen sind ebenfalls möglich. Auch Garagen sind offen und arbeiten. Neben Sommerpneus könnte man eine Totalreinigung in Auftrag geben, das komische Geräusch aus dem Motorenraum abklären und den Kratzer auf dem Kotflügel reparieren lassen. Oder sich gar ein neues Gefährt zulegen?

54 Kommentare
    Josef Germann

    und geht die Firma Konkurs kann ich den Gutschein rauchen.