Gesucht: Lösungen, die viele Menschen inspirieren

Kennen Sie ein Projekt, das die Welt verbessert? Erzählen Sie uns davon.

Der Bademeister ist eine Drohne: Rettungsroboter des iranischen Jungunternehmers Amin Rigi. Foto: PD

Der Bademeister ist eine Drohne: Rettungsroboter des iranischen Jungunternehmers Amin Rigi. Foto: PD

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Da wäre die Geschichte mit der Ratte: Ein Holländer hat die Tiere darauf trainiert, in Afrika Tuberkulose oder Landminen zu erschnüffeln.

Oder die Erfindung eines jungen Iraners: Seine Drohne hat nicht zum Ziel, möglichst viele Menschen zu töten, sondern Menschenleben zu retten – indem sie an gefährlichen Stränden Ertrinkenden zu Hilfe eilt.

Oder aber die Smartphone-App «Be My Eyes» aus Dänemark: Sie hilft Blinden, die Schwierigkeiten des Alltags zu meistern, indem sie ihre Nutzer mit einem Heer von sehenden Freiwilligen kurzschliesst. So erfährt ein Sehbehinderter zum Beispiel innert Kürze, ob ein Lebensmittel im Kühlschrank schon abgelaufen ist oder nicht.

Für ein besseres Verständnis

Das sind nur drei der über 100 Projekte, die 45 führende Zeitungen aus aller Welt letzten Juni am «Impact Journalism Day» (IJD) ihrem Publikum vorgestellt ­haben. Tagesanzeiger.ch/Newsnet ist Teil der Partnerschaft, deren Ziel es ist, wegweisende Lösungen für ökologische, soziale oder wirtschaftliche Probleme aufzuspüren und über 100 Millionen Leserinnen und Lesern weltweit davon zu erzählen.

Dabei handelt es sich um Journalismus, der die Menschen inspirieren soll, wie der IJD-Erfinder Christian de Boisredon von der Pariser Non-Profit-Organisation «Sparknews» sagt: «Einerseits gewinnen die Leser ein besseres Verständnis für die Probleme an sich, andererseits begreifen sie, dass es Mittel und Ideen gibt, für die man sich engagieren kann.»

Ideen aus der Schweiz

Gelohnt hat sich der «Impact Journalism Day» auch für die vorgestellten Projekte: Die Artikel haben nicht nur Aufmerksamkeit generiert, sondern sich teilweise auch handfest ausbezahlt. So verzeichnete das Barefoot College in Indien, das ungelernten jungen Frauen eine Ausbildung bietet, einen Anstieg der Spenden um 80 Prozent. Das französische Start-up Algopack wiederum, das einen Plastikersatz aus Algen entwickelt, konnte deutsche, ame­rikanische, japanische und Schweizer Firmen als Partner gewinnen. Und das Zürcher Unternehmen Eaternity kennt man jetzt auch in den USA und Singapur – seitdem am IJD die «Huffington Post» und die «Straits ­Times» über ihren Klimarechner für Menüs in der Kantine be­richtet haben.

Solche Ideen besonders aus der Schweiz sind es, die Tagesanzeiger.ch/Newsnet für den nächsten «Impact Journalism Day» sucht. Kennen Sie ein Projekt, das die Welt ein klein bisschen besser macht? Zögern Sie nicht und erzählen Sie uns bis 25. Februar davon. Per Mail an redaktion@tages-anzeiger.ch oder auf dieser Website.

Erstellt: 15.02.2016, 17:23 Uhr

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Die Lösung

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Am «Impact Journalism Day» kommen gute Ideen gross raus.

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