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Interview mit Markus SegmüllerGibt es den typischen Zürcher Gast? – «Aber natürlich!»

Mitten in der Corona-Krise hat der Gastronom ein Restaurant im Circle eröffnet. Er erklärt, wie man sechs Lokale führt. Und warum er mit einem siebten scheiterte.

Markus Segmüller, Gastronom, Restaurant Carlton, Zürich, 17.12. 2020, Foto: Dominique Meienberg
Markus Segmüller, Gastronom, Restaurant Carlton, Zürich, 17.12. 2020, Foto: Dominique Meienberg
© Dominique Meienberg

Markus Segmüller, Sie sind Vollblut-Gastronom – jetzt werden Sie in die Zwangsferien geschickt. Wie fühlt sich das an?

Es ist die sechste Änderung der Corona-Massnahmen seit März, welche die Gastronomie betrifft. Bisher haben wir immer die gute Laune behalten können – jetzt ist die Moral arg angeschlagen.

Was ist diesmal anders?

Was mich stört: dass der Eindruck erweckt wird, die Restaurants seien direkt an der Misere schuld. Das kann ich so nicht unterschreiben, denn wir halten uns ja an die Schutzmassnahmen. Seit Beginn der Pandemie hatte ich noch kein einziges Telefon von einem Contact-Tracer. Corona-Fälle gab es bei unseren Mitarbeitern gerade mal drei – das ist wenig bei 150 Angestellten, die täglich über 1000 Kundenkontakte hatten.

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