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Nachruf auf den Dirigenten James LevineGlamour und #MeToo

Der grosse Dirigent James Levine ist 77-jährig gestorben – gestürzt war er schon, nach Missbrauchsfällen.

Seit seiner Entlassung an der New Yorker Metropolitan Opera hat James Levine nie mehr dirigiert.
Seit seiner Entlassung an der New Yorker Metropolitan Opera hat James Levine nie mehr dirigiert.
Foto: AP


Selten ist ein Künstler am Ende einer langen und weltweit erfolgreichen Karriere derart brüsk gestürzt wie der 1943 in Cincinnati geborene Dirigent James Levine. Gut 25 Jahre lang war Levine der unbestrittene Star der New Yorker Met. Dann machte 2017 die «New York Times» Vorwürfe publik, Levine habe vor Jahrzehnten mehrere Jungen sexuell missbraucht.

Die Met setzte die Zusammenarbeit aus, eine Ermittlungskommission ein, die die Vorwürfe zuletzt als richtig qualifizierte. Levine wurde entlassen, strengte einen Prozess gegen die Met an, fast alle seiner Klagepunkte wurden abgewiesen. Trotzdem kam es zu einem Vergleich, Details davon wurden nie bekannt.

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