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Gemeinderat ZürichGratis-Badis sind bald möglich

Eine Initiative fordert freien Eintritt in die Zürcher Freibäder. Gestern nahm das Anliegen im Zürcher Rat eine weitere Hürde.

Geht es nach der linksgrünen Mehrheit im Gemeinderat, wird Schwimmen in Zürich bald für alle kostenlos sein.
Geht es nach der linksgrünen Mehrheit im Gemeinderat, wird Schwimmen in Zürich bald für alle kostenlos sein.
Foto: Urs Jaudas

Ist Baden in den städtischen Bädern bald kostenlos? Dies fordert eine Initiative der PdA. Am Mittwoch wurde das Anliegen im Gemeinderat behandelt.

Die Begründung der Initianten: Finanziell schwach aufgestellten Familien werde damit der Zugang zum Sporttreiben erleichtert. Der Zürcher Stadtrat empfahl das Anliegen 2018 zwar zur Ablehnung, doch der von der Kommission erarbeitete Gegenvorschlag erhielt im Rat eine klare Zustimmung.

Demnach sollen zwar nicht alle städtischen Bäder, aber alle Freiluftbäder künftig unentgeltlich sein. Zusätzlich erhalten Sportvereine gratis Eintritt zu Sportanlagen und Bädern. Ob die PdA die Initiative zurückziehen wird, gibt sie Ende Juni bekannt. Damit würde der Gegenvorschlag ohne Abstimmung umgesetzt.

Schul- und Sportvorsteher Filippo Leutenegger lehnte Initiative wie Gegenvorschlag mit deutlichen Worten ab. «Wir haben ein perfektes System. Ich sehe keinen Handlungsbedarf», sagt er. Das Anliegen schaffe lediglich neue Probleme. Bei einer Annahme werde etwa der Badetourismus aus der Agglomeration zunehmen, zudem sei zusätzliches Personal nötig.

Die linksgrüne Mehrheit des Rates jedoch zeigte in dieser heftig geführten Debatte Sympathien für Gratis-Badis. «Sporttreiben soll nichts kosten», sagte etwa Urs Ricklin (Grüne). Die Initiative sei ein Dienst der Gemeinschaft für die Gemeinschaft. Die Kosten von 12 und 15 Millionen Franken seien gerechtfertigt, da auch eine sportliche Nichttätigkeitinsbesondere der einkommensschwachen Bevölkerung kosten würde.