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Zum Abschied hagelt es KritikHarry und Meghan: «Ihr werdet uns hier nicht mehr sehen»

Der Prinz und seine Frau verabschieden sich aus der Ferne vom Königshaus. Sie sehen die Welt in einem «extrem zerbrechlichen» Zustand.

Gute Miene zur immer wieder aufflammenden Kritik: Meghan und Prinz Harry bei einem ihrer letzten öffentlichen Auftritte in Grossbritannien
Gute Miene zur immer wieder aufflammenden Kritik: Meghan und Prinz Harry bei einem ihrer letzten öffentlichen Auftritte in Grossbritannien
REUTERS

Fernab der Heimat haben Prinz Harry und seine Frau Meghan sich aus der Reihe der aktiven Mitglieder der britischen Royals verabschiedet. Ihren letzten Tag als «Königliche Hoheiten» verbrachten die beiden am Dienstag in Kalifornien.

Angesichts ihres Ausscheidens aus dem Königshaus nahmen der 35-jährige Harry und seine drei Jahre ältere Frau auch Abschied von ihren elf Millionen Fans auf Instagram. Auf ihrem Konto «Sussexroyal», das sie künftig nicht mehr nutzen dürfen, schrieben die beiden: «Ihr werdet uns hier nicht mehr sehen.» Aber die Arbeit gehe weiter und: «Wir freuen uns darauf, bald wieder mit Euch in Verbindung zu treten.»

Genauere Angaben darüber, wie sie künftig mit ihren Fans kommunizieren wollen, machten Harry und Meghan nicht. Vielmehr richteten sie den Blick auf die Coronavirus-Pandemie und den «extrem zerbrechlichen» Zustand der Welt. «Das Wichtigste ist im Moment die Gesundheit und das Wohlergehen jedes einzelnen Menschen auf der Welt.»

Nach ihrem Ausscheiden dürfen sie ihren Markennamen «Sussex Royal» nicht mehr nutzen – entsprechend müssen sie auch auf das Instagram-Konto mit diesem Namen verzichten. Als Begründung für diese Entscheidung führte das Königshaus die «spezifischen Regeln der britischen Regierung» für die Verwendung des Wortes «Royal» an.

Harry und Meghan hatten die Marke «Sussex Royal» im vergangenen Jahr nach der Trennung ihres Haushalts von dem von Harrys älterem Bruder Prinz William und dessen Frau Kate gegründet. Sie nutzten den Namen für ihr Instagram-Konto und hatten ihn auch schon als Markennamen für verschiedene Produkte angemeldet.
Kritik und Verärgerung

Besonders in der britischen Presse wurde der Abschied des Paares mit Kritik überzogen: «Harry und Meghan haben Berühmtheit der Pflicht vorgezogen», schrieb die «Times». «Nach Kalifornien umzuziehen, und zwar jetzt, entfacht nur die Verärgerung, die viele über die Handlungen des Paares in den vergangenen Monaten empfinden.»

«Sie müssen zahlen!»

Harry und Meghan hatten zu Jahresbeginn überraschend – und offenbar ohne die Queen vorher zu konsultieren – verkündet, sich weitgehend von ihren royalen Verpflichtungen zurückziehen und finanziell auf eigenen Füssen stehen zu wollen. Meghan sei mit dem Leben innerhalb der jahrhundertealten Institution zutiefst unzufrieden gewesen, berichteten die Medien. Zudem beschwerte sich das Paar über die Aufdringlichkeit der Presse.

Im Königshaus begannen nach der einseitigen Verkündung fieberhafte Beratungen, an deren Ende der Buckingham-Palast mitteilte, dass Harry und Meghan ab dem 1. April keine offiziellen Termine mehr im Auftrag von Königin Elizabeth II. wahrnehmen werden. Sie werden ab Mittwoch auch nicht mehr den Titel «Königliche Hoheit» tragen und keine öffentlichen Gelder mehr erhalten.

Das Paar soll mit seinem Sohn Archie nach einem längeren Zwischenstopp in Kanada inzwischen in Los Angeles. Es ist die Heimat der 38-jährigen Meghan; ihre Mutter Doria Ragland lebt in der US-Metropole.
Streit gab es zuletzt immer wieder darum, wer die Kosten für das Sicherheitspersonal für Harry und Meghan übernimmt.

Am Sonntag schrieb US-Präsident Donald Trump in Richtung des Paares auf Twitter: «Sie müssen zahlen!» Die Ansage des Präsidenten löste eine seltene öffentliche Reaktion der Sprecherin des Paares aus: Harry und Meghan hätten «keine Pläne, die US-Regierung um Sicherheitsressourcen zu bitten». Es seien bereits privat finanzierte Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden.

(SDA /red)