Sieben Wochen UntersterblichkeitHat die Taskforce den Nutzen des Lockdown überschätzt?
Es sterben derzeit deutlich weniger Menschen als erwartet. Kritiker argumentieren, die Covid-Taskforce des Bundesrats sei von falschen Annahmen ausgegangen.

Seit Mitte Februar sterben in der Altersgruppe von 65 Jahren und älter deutlich weniger Personen, als statistisch zu erwarten war. Es herrscht eine sogenannte Untersterblichkeit. Das Bundesamt für Statistik (BFS) vergleicht dazu die Zahl der gemeldeten Todesfälle mit den Erwartungswerten, die sich aus den Fallzahlen der vorangegangenen zehn Jahre unter Berücksichtigung der Bevölkerungsveränderung statistisch berechnen lassen.
Demnach starben bei den über 65-Jährigen in den letzten sieben Wochen, für welche Daten vorliegen, 1288 Menschen oder 15 Prozent weniger als erwartet. In der ersten Welle der Covid-Pandemie im Frühling 2020 und in der zweiten Welle ab Ende Oktober war eine starke Übersterblichkeit von 26 Prozent beziehungsweise 47 Prozent zu beobachten.




