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Kolumne Krogerus & TschäppelerHat jetzt bald jeder seinen Senf zu Corona dazugegeben? Nein, bei Weitem nicht.

Die «90-9-1-Regel» erklärt den erstaunlichen Umstand, dass auf Social Media die wenigsten etwas sagen, aber die meisten zuhören.

Foto: Roman Tschäppeler

«Hät eigentlich letschti mal öpper öffentlich sini Meinig zu Corona erwähnt? Ich find, das chönted ruhig no chli meh Lütlis mache. Am liebschte online.» – Das fragte kürzlich der Komiker Zukkihund auf Facebook und sprach uns allen damit aus dem Herzen. Denn ist es nicht so, dass wirklich bald jeder zu Corona seinen Senf dazugegeben hat?

Die Antwort: Nein. Tatsächlich haben die allerwenigsten im Internet etwas zu Corona gepostet. Vermutlich sogar nur ein Prozent.

Warum das so ist, erklärte am 16. Februar 2006 Bradley Horowitz, Führungskraft bei Yahoo, in einem folgenreichen Blogeintrag:
1 Prozent aller Mitglieder eines Netzwerks schreiben etwas.
10 Prozent aller Mitglieder eines Netzwerks kommentieren das.
Und alle Mitglieder eines Netzwerks schauen sich das Spektakel an.

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