Zum Hauptinhalt springen

Schwindel mit MaskengegnernHausdurchsuchung bei Corona-Profiteur

Die Staatsanwaltschaft Zug ermittelt gegen einen Esoteriker, der Maskenatteste verkaufte – und das Geld für seinen Kampf gegen 5G verwendete.

Andreas G: Der Esoteriker verkaufte Maskenatteste gegen eine Vereinsmitgliedschaft – jetzt ermittelt die Justiz unter anderem wegen Betrugs.
Andreas G: Der Esoteriker verkaufte Maskenatteste gegen eine Vereinsmitgliedschaft – jetzt ermittelt die Justiz unter anderem wegen Betrugs.
Foto: zvg
Solche Atteste versandte der Reiki-Meister per Mail.
Solche Atteste versandte der Reiki-Meister per Mail.
Foto: zvg
Vier Polizisten durchsuchten die Wohnung von G. und nahmen mehrere Computer mit.
Vier Polizisten durchsuchten die Wohnung von G. und nahmen mehrere Computer mit.
Foto: zvg
1 / 3

Die Polizei kam frühmorgens und mit schusssicheren Westen. Am 3. Dezember führten Beamte der Kantonspolizei Zug bei Andreas G. in Morgarten eine Hausdurchsuchung durch der 65-jährige diplomierte Ingenieur, selbst ernannte Therapeut, Schriftsteller und Reiki-Meister dokumentierte die Szene persönlich mit einem Foto, das er auf seine Website stellte.

Seit Ausbruch der Pandemie hatte Andreas G. neben seinen bisherigen Tätigkeiten ein neues, einträgliches Betätigungsfeld gefunden: Über die von ihm registrierte und betriebene Seite Maskenattest.ch verkaufte er Zeugnisse gegen die Maskentragepflicht – gegen ein Entgelt von 50 Franken. «Haufenweise» habe er solche Dispense ausgestellt, hielt G. stolz in einer schriftlichen Stellungnahme fest, die er nach der Hausdurchsuchung ebenfalls auf seiner Website aufschaltete. Die 50 Franken habe er direkt in seinen Verein «5G-Frei» gesteckt, der sich gegen den Bau von Mobilfunkantennen wehre.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.