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Familienpolitik in UngarnHeim und Herd

Viktor Orbán propagiert einen Mix aus heiliger Nation und heiliger Familie. Die Frau soll möglichst viele Kinder kriegen. Und wehe denen, die aus dem Raster fallen.

Viktor Orbán mit Familie: Der Mix aus heiliger Nation und heiliger Familie verfängt bei vielen, auch bei den Jungen.
Viktor Orbán mit Familie: Der Mix aus heiliger Nation und heiliger Familie verfängt bei vielen, auch bei den Jungen.
Foto: Barna Burger

Mit­ten auf dem Weg bleibt sie kurz ste­hen. «Hier kann man Füch­se rie­chen», ruft sie auf­ge­regt, «im Un­ter­holz, im Gra­ben bei den Brom­beer­sträu­chern, dort woh­nen sie. Man spürt es ganz deut­lich, oder? Die­ses Stren­ge, Wil­de?» Ih­re ro­ten Haa­re leuch­ten un­ter der ro­ten Müt­ze, die Wan­gen glü­hen in der Ei­ses­käl­te. Am Do­nau­ufer hat sie zer­bis­se­nes Holz ge­sam­melt, das die Bi­ber hin­ter­las­sen. Sie trägt es aus dem Schnee hin­ein in ihr klei­nes Haus auf ei­ner In­sel nörd­lich von Bu­da­pest, ein Ka­chel­ofen bul­lert, das Wohn­zim­mer ist voll mit Spiel­zeug, Zeich­nun­gen und Klei­dern ih­rer elf­jäh­ri­gen Zwil­lin­ge, die in der Haupt­stadt in der Schu­le sind.

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