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Biografie zu Leni RiefenstahlHexe und Teufel

Leni Riefenstahl war ein Liebling von Adolf Hitler. Eine neue Biografie zeigt: Als Künstlerin wird die Regisseurin überschätzt – als Machtmensch war sie jedoch so brillant wie brutal.

Die Bewunderung war gegenseitig: Hitler und Riefenstahl im Jahr 1934.
Die Bewunderung war gegenseitig: Hitler und Riefenstahl im Jahr 1934.
Foto: Ullstein Bild

Ein Speerwerfer im Lendenschurz. Eine Nackte, die den Ring kreisen lässt. Ein muskulöser Ruderer, von unten betrachtet. Eine Blondine, die lächelt.

Ein Skandal wars 1998, als Rammstein den Song «Stripped» von Depeche Mode coverten. Denn der Videoclip dazu war eine Collage des Olympiafilms von Leni Riefenstahl.

Ob Riefenstahl, die damals noch lebte, der Kurzfilm gefallen hat? Falls sie ihn gesehen hat: sehr gut möglich. Denn imposanter war ihr Material nie als in diesem Clip, mit dem schweren Metalsound als Klangteppich.

Riefenstahls Originalfilme wirken heute über weite Strecken monoton und einfältig. Die Propagandawerke mit den ewigen Paraden, Reden und Uniformen scheinen heute vor allem eins vor Augen zu führen: dass der Faschismus nicht nur eine grausame, sondern auch eine tief stumpfsinnige Ideologie gewesen ist.

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