Zum Hauptinhalt springen

Glosse zur Kultur im LockdownHier wird keimfrei gehustet

Die Bayerische Staatsoper hat sich etwas Besonderes ausgedacht, um Livestreams lebendiger zu machen.

Jetzt wird wieder geknistert zum Konzert, wenn auch nur digital.
Jetzt wird wieder geknistert zum Konzert, wenn auch nur digital.
Foto: Keystone

Seit Monaten sind die Theater und Konzertsäle leer, und die Entzugserscheinungen machen sich bemerkbar. Das Wort «Livestream» löst inzwischen weitverbreitete allergische Reaktionen aus. Manche überlegen, ob sie kurz nach Madrid reisen sollen, weil man da ja in die Oper darf. Und alle anderen vermissen selbst das, was früher so sehr genervt hat: die Kampfhuster im Saal, das Geraschel beim Auspacken von reizlindernden Bonbons, die zur Unzeit klingelnden Handys.

Da nimmt man das Angebot der Bayerischen Staatsoper dankbar an: Auch sie sendet zwar (Achtung, sensible Gemüter bitte nicht weiterlesen oder nur nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker) –, sie sendet also Livestreams. Aber sie bietet auf ihrer Homepage zusätzlich einen weltweit einzigartigen Service an, der die digitale Konserve entscheidend aufwertet und ein gutes Stück in Richtung Liveerlebnis rücken lässt: eine Soundmaschine für Geräusche nämlich.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.