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Diese politische Hatz wird sich rächen

Schwulenrechte: Der Rücktritt des Mozilla-Chefs ist kein Erfolg.

Die Diffamierung von Andersdenkenden in den USA ist nicht mehr nur eine Sache von Extremisten und Fundamentalisten. Zunehmend muss die politische Toleranz nun auch in liberalen Inseln des Landes einer Doktrin des Anpassens und Einordnens weichen.

Wie scharf die Hatz auf Andersdenkende unter dem Mantel der politischen Korrektheit geworden ist, musste Brendan Eich in diesen Tagen erfahren. Der Erfinder der Javascript-Programmiersprache musste unter dem Druck von Aktivisten der Schwulenbewegung seinen Rücktritt als Chef von Mozilla einreichen. Den Anlass lieferte eine sechs Jahre zurückliegende Spende von 1000 Dollar, mit der Eich eine Initiative zur Legalisierung der Schwulenehe in Kalifornien bekämpft hatte. Die Initiative wurde abgelehnt; Eich lag somit auf der Linie der Mehrheit. Zwar hatte er sich nach Bekanntwerden der Spende wiederholt entschuldigt. Und er tolerierte in seinem Unternehmen keinerlei Repressalien gegen Schwule und Lesben. Aber er weigerte sich, seine politische Meinung zur Frage der Schwulenehe zu ändern. Das wurde ihm zum Verhängnis. Wäre er zu Kreuze gekrochen, wie es so viele andere Manager und Politiker heute tun, wenn es heiss wird, so hätte er seine Chefposition mit grosser Wahrscheinlichkeit behalten.

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