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Ein Wolkenmacher und Breitbandredner

Martin Schulz strebt nach dem Amt des EU-Kommissionspräsidenten – was seine Website über ihn verrät.

MeinungVon Thomas Widmer
Sieht sich eher als Heiler denn als Streber: Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments.
Sieht sich eher als Heiler denn als Streber: Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments.
Keystone

Der deutsche Sozialdemokrat Martin Schulz will EU-Kommissionspräsident werden. Das Amt ist eines der gewichtigsten weltweit, der Kandidat wird sich also wortreich begründen, nimmt man an. Falsch! Seine Website Martin-schulz.eu besteht vorwiegend aus Kurzstatements. Die gesamte Textmenge entspricht derjenigen dieses Artikels. Man soll ihm das nicht anlasten. Schulz will an die Spitze eines übernationalen Gebildes. Dazu muss er in heldenhafter Synchronizität und Breitbandrede die Bürger vieler Länder begeistern. Das geht besser, wenn er wenig redet. Und abstrakt. Seine Wolkigkeit zeigt sich darin, dass kein Land mit Namen vorkommt und kaum ein Problem konkret benannt ist.

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