Zum Hauptinhalt springen

Historisch, trotz aller Beiläufigkeit

Die USA reichen Kuba die Hand und ebnen sich damit den Weg zurück in ihren Hinterhof.

Von Andreas Fink, Buenos Aires
Zwei Männer, die sich respektieren: Die Hände von Raúl Castro (links) und Barack Obama am Amerika-Gipfel. Foto: Jonathan Ernst (Reuters)
Zwei Männer, die sich respektieren: Die Hände von Raúl Castro (links) und Barack Obama am Amerika-Gipfel. Foto: Jonathan Ernst (Reuters)

In Panama hatten einst Zehntausende Arbeiter unsagbare Qualen durchlitten, um den amerikanischen Kontinent zu teilen. Nun, 101 Jahre nach der Eröffnung des Kanals, könnte Panama auch als Ort eines amerikanischen Brückenschlages in die Geschichte eingehen. Viel Fantasie war vor Beginn des Amerika-Gipfels am Wochenende der Frage gewidmet worden, wie wohl der historische Handschlag zwischen US-Präsident Barack Obama und Kubas Staatschef Raúl Castro inszeniert werden würde. Die Beiläufigkeit, mit der die beiden das ankündigte Ritual schliesslich schon beim Stehcocktail hinter sich brachten, demonstrierte vor allem: «buena onda» beziehungsweise «good vibrations». Die beiden Männer hatten vorher telefoniert, einander respektiert und vielleicht sogar verstanden.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen