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Restaurant Wilder MannHusch, husch nach Hause

Die Quartierbeiz im Kreis 7 bietet jetzt eine Take-Away-Karte an. Wir haben einen schönen Znacht zusammengestellt.

Cool der Auftakt: Cicorino-Salat mit Randen, Nüssen und Edamame.
Cool der Auftakt: Cicorino-Salat mit Randen, Nüssen und Edamame.
Fotos: bu

Take-Away ist ein Rennen, das die Suppe immer verliert. Da kann man sich in Warp-Speed durch die Stadt bewegen, am Ziel ist sie immer kalt. So ging es uns, als wir das neue Take-Away-Angebot des Restaurants Wilder Mann im Kreis 7 ausprobierten: Am liebsten hätten wir die Kürbis-Kokos-Suppe mit Sauerrahm und Koriander vor Ort aus dem Becher geschlürft. Den Rest brachten wir aber gut über die Runden.

Zur Auswahl stehen auf der kleinen Karte vier Vorspeisen, darunter zwei Salate, dann fünf Hauptspeisen, von Ghackets mit Hörnli und Apfelmus bis Rindsfiletwürfel Stroganoff mit Quarkspätzli. Das Essen kann telefonisch bestellt oder direkt im Restaurant abgeholt werden.

Diese Variante haben wir gewählt – und auch gerne die Viertelstunde gewartet, die der Koch braucht, um die Speisen zuzubereiten. Denn zu Suppe und Co. gehört auch das Gefühl für den Raum, in dem sie entstehen. Die Atmosphäre im Wilden Mann ist sehr freundlich. Take-Away heisst, man trägt auch husch, husch ein ganzes Restaurant nach Hause.

Die Kapern schön zum Stern gekreuzt: Das Rindstatar ist ein Fixpunkt auf der Karte.
Die Kapern schön zum Stern gekreuzt: Das Rindstatar ist ein Fixpunkt auf der Karte.

Wir hätten auch die Hausweine, einen Räuschling oder Pinot noir von der Burghalde, bestellen können. Uns wurde ein spanischer Roter von Pago de Cirsus empfohlen. Im Restaurant wäre es schwierig gewesen, die Magnum-Flasche zu bodigen.

«Haben Sie weit?», fragt die Frau hinter dem Tresen. Und packt die Sachen sorgfältig ein. Mit den zwei Tragtaschen kommt man überall hin, ohne grosse Verluste. Denn wir haben zur Suppe das Linsen-Gemüse-Curry an fruchtiger Kokossauce mit Reis bestellt, das Gericht lässt sich problemlos zu Hause aufwärmen. Sieht gut aus auf dem Teller. Und schmeckt wie im Restaurant.

Das Tatar wird weit gerühmt

Noch problemloser gehts mit den weiteren Speisen. Denn sie sind und bleiben kalt: Der Cicorino-Salat mit Randen, Nüssen und Edamame. Und das Rindstatar «Wilder Mann». Es gehört zu den Fixpunkten auf der Menükarte des Restaurants und wird weit gerühmt. Wirklich ein Genuss. Als Brot verwenden wir das eigene Hausbrot. So kommt alles gut zusammen: Mit Freude richten wir das Essen von auswärts daheim an.

O.k., bei der Suppe haben wir doch einen Fehler gemacht. Unbeschadet hat der Kern der Kürbissuppe den Transport überstanden: Der Sauerrahm mit Koriander tümpelte in der Mitte des Bechers. Beim Aufwärmen in der Pfanne haben wir alles zusammengerührt, was optisch einen Abzug gibt. Wie gesagt: Beim Take-Away ist es immer die Suppe, die verliert.

Wilder Mann, Freiestrasse 221, 8032 Zürich, Tel. 043 497 98 28 wilder-mann.ch, Take-away Mo–Fr 11 bis 19 Uhr, Vorspeisen ab 9.50 Fr., Hauptspeisen 24 bis 42 Fr.

4 Kommentare
    Ulli Reich

    Ok, ich habe auch nicht immer Lust zum Kochen.

    Aber mir ist schleierhaft, warum man für Hörnli und Gehacktes mit Apfelmus im TakeAway 24CHF bezahlen soll.

    Das Ganze ist Material für max. 5 CHF/Portion, vielleicht noch 3 CHF für die Arbeit.

    Das Gehackte ist sowieso aufgewärmt am besten, so dass man etliche Portionen vorbereiten und einfrieren kann, auch im Restaurant. Das Apfelmus kann auch in grösseren Mengen hergestellt werden.