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Neue Empfehlungen des BundesHusten, Halsweh, Schnupfen? Wann Kinder trotzdem in die Schule dürfen

Was gilt, wenn Kinder erkältet sind, und wann sollten sie zum Corona-Test? Das Bundesamt für Gesundheit beantwortet vor der Wintersaison die wichtigsten Fragen zum Schul- und Krippenbesuch.

Mit leichten Erkältungssymptomen dürfen die Kinder weiterhin zur Schule. Anders sieht es aber bei Fieber oder starkem Husten aus.
Mit leichten Erkältungssymptomen dürfen die Kinder weiterhin zur Schule. Anders sieht es aber bei Fieber oder starkem Husten aus.
Bild: Peter Schneider/Keystone

Darf mein Kind weiterhin zur Schule, wenn es erkältet ist – und wann muss ich es testen lassen? Bisher herrschte Unklarheit über das richtige Vorgehen, insbesondere in den Herbst- und Wintermonaten. Nun hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) seine Empfehlungen für Kinder unter zwölf Jahren angepasst.

Bei leichten Erkältungssymptomen wie etwa Schnupfen, Halsweh oder leichtem Husten dürfe das Kind weiterhin die Schule oder die Betreuungseinrichtung besuchen, schreibt das BAG in einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung. Voraussetzung ist, dass es keinen engen Kontakt zu einer Person mit Covid-19-Symptomen hatte.

Anders sieht es aber bei Fieber oder starkem Husten aus, selbst wenn es dem Kind abgesehen von diesen Symptomen gut geht. Dann muss das Kind zu Hause bleiben. Es darf die Schule oder die Betreuungseinrichtung erst wieder besuchen, nachdem es 24 Stunden kein Fieber mehr gehabt respektive wenn sich der Husten innerhalb von drei Tagen «deutlich gebessert» hat. Die Empfehlungen im Einzelnen:

  • Bei Fieber muss das Kind zu Hause bleiben. Es darf die Schule oder die Betreuungseinrichtung erst wieder besuchen, nachdem es 24 Stunden kein Fieber mehr gehabt hat.
  • Dauert das Fieber drei Tage oder länger an, sollten die Eltern die Kinderärztin/den Kinderarzt anrufen.
  • Auch bei starkem Husten muss das Kind zu Hause bleiben. Es darf die Schule oder die Betreuungseinrichtung erst wieder besuchen, wenn der Husten innerhalb von drei Tagen deutlich gebessert hat.
  • Bleibt der Husten länger als drei Tage stark, ist ein Anruf beim Kinderarzt angezeigt.
  • Treten beim Kind weitere Symptome auf, wie Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Verlust von Geruchs- und/oder Geschmackssinn, muss das Vorgehen mit der Kinderärztin/dem Kinderarzt besprochen werden.
  • Hat das Kind Fieber oder starken Husten und/oder es geht ihm auch sonst nicht gut, muss die Kinderärztin/der Kinderarzt angerufen werden, um das Vorgehen zu besprechen.

Bei Kontakt mit Infizierten: Zu Hause bleiben

Fall ein Kind mit Krankheitssymptomen engen Kontakt zu einer Person mit Covid-19-Symptomen hatte, muss es zu Hause bleiben. Falls die Person ein positives Testresultat erhält, sollte das Kind nach Absprache mit der Ärztin getestet werden.

Erhält die Person hingegen ein negatives Testresultat, hat also keine Covid-19-Infektion, darf das Kind die Schule oder die Betreuungseinrichtung erst wieder besuchen, nachdem es 24 Stunden kein Fieber mehr gehabt oder der Husten sich deutlich gebessert hat.

Das Bundesamt begründet die neuen Empfehlungen mit dem aktuellen Forschungsstand. Nach aktuellen Erkenntnissen könnten sich Kinder zwar mit dem neuartigen Coronavirus anstecken. «Doch Kinder unter zwölf Jahren haben weniger häufig Symptome und übertragen das Virus seltener auf andere Personen.» Zudem sei die Gefahr, sich in der Schule oder in Betreuungseinrichtungen anzustecken, geringer als im Familienumfeld.

75 Kommentare
    Meret Lützelschwab

    Ich verstehe es nicht. Mag sein, dass unter zwölf Jährige weniger häufig Symptome zeigen, was nichts über die vorhandene Virenlast aussagt, denn sie können sich doch anstecken. Das ist aber doch gerade das Problem. Haben denn diese Leute keine Kinder? Primarschulkinder kuscheln durchaus noch gerne und es ist fast unmöglich ihren spontanen Liebesbezeugungen auszuweichen, sofern man das denn überhaupt möchte, denn es gibt genug andere Situationen, die weit weniger erfreulich sind im Zusammenleben mit präpupertären Schulkindern.

    Als es im August darum ging, wo sich die meisten Leute infizieren, hatte man vermutlich nicht den Mut, z.B. die Klubs oder Ferienreisen verantwortlich zu machen, da machte man die meisten Übertragungen im Familienumfeld aus, ohne zu hinterfragen, wie der Virus denn dahin gekommen war. Das bringt mich auf die kuriose Idee, dass der Virus offiziell immer nur dort zu Ansteckungen führt, wo es wirtschaftlich besser passt. Jetzt müssen die Kinder zur Schule, damit die Eltern arbeiten können. Et voilà.