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Atomabkommen von 2015IAEA wirft Teheran weitere Verstösse vor

 IAEA-Chef Rafael Grossi anlässlich einer Pressekonferenz in Wien vom 7. Juni 2021.

Kritik auch aus den USA

Was hat Irans neuer Präsident vor?

August 2020: Der iranische Präsident Hassan Rohani bei einem Treffen mit Rafael Grossi in Teheran.
Aufnahme des Kernkraftwerks Bushehr im Sünden des Iran. (Archiv)

AFP

6 Kommentare
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    Sacha Meier

    Die Sachlage ist eigentlich klar: Präsident Trump hatte das Atomabkommen mit dem Iran gekündigt, weil er seinem Vorgänger Obama den Erfolg nicht gönnen wollte. Der Iran hatte sich ausweislich der IAEA-Kontrollen während der Laufzeit an das Abkommen gehalten. Aus iranischer Sicht ist die Situation absolut verständlich: Mit dem gekündigen Abkommen und den wiedereingesetzten Sanktionen geht man wieder den Schritt Richtung eigener Atombombe. Auf das Angebot des Irans, das ausgehandelte und gekündigte Abkommen wiedereinzusetzen, ist die USA nicht eingegangen. Sie wollen mehr. Etwa, auch in ölwirtschaftlichen Belangen eine Mitsprache. Da zeigt eben Teheran Washington die kalte Schulter. De Zeit läuft nun einmal für den Iran, indem mit Russland und China bereits wirtschaftliche Kontakte am Laufen sind, welche die US-Sanktionen unterlaufen. Ist halt eben das, was die USA besonders ärgert: Von China ist das Land industriell völlig abhängig und besitzt darum auch keine Druckmittel. Die Sachlage bezüglich Atomwaffen muss man auch realistisch sehen. Sobald (nicht falls) sich Iran zur Atommacht aufschwingt, lädt es sich die gleiche Verantwortung auf, wie Nordkorea: Es kann nicht mehr beliebig provozieren, weil bei solchen Provokation durchaus auch ein bevorstehender Nuklearwaffeneinsatz angenommen werden kann. Damit könnte etwa das derart bedrohte Israel problemlos einen nuklearen Präventivschlag durchführen und den Iran in einen einzigen, rauchenden Krater verwandeln.