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Extremsportler Kilian Jornet «Ich gehe nicht in die Berge, um zu sterben»

Der Spanier ist der beste Bergläufer der Welt, keiner war schneller auf dem Matterhorn und dem Montblanc. Dazu erklomm er in einer Woche zweimal den Everest. Jetzt will er die Welt retten – für seine Tochter.

Kilian Jornet (33): Extremsportler, Ausdauerfreak und Grenzgänger.
Video: Tamedia

Nach zehn Stunden und zwanzig Minuten war der König der Ausdauer am Ende. Kilian Jornet sass völlig erschöpft in einem Campingsessel, Schmerzen im Gesicht, Ärzte um ihn herum. 135 Kilometer war er zuvor im Kreis gerannt, aber dann gings nicht mehr, Schmerzen in der Brust, Kniebeschwerden, Schwindel. Jornet wollte vergangenen November den 24-Stunden-Rekord auf der Tartanbahn brechen, 1997 rannte der Grieche Yiannis Kouros 303 Kilometer. Jornet scheiterte deutlich, der Gipfelstürmer wurde auf den Boden der Realität zurückgeholt.

Der Spanier Kilian Jornet ist nicht ein Mann des Scheiterns. Der 33-Jährige ist der beste Ultramarathon- und Bergläufer der Welt. Kein anderer Mensch war in den vergangenen Jahren auf den Distanzen über 42 Kilometer so dominant wie er, bei Bergrennen mit vielen Höhenmetern und technischen Schwierigkeiten gilt er als beinahe unschlagbar. Er ist vierfacher Weltmeister auf den Tourenski, zehnfacher Weltmeister im Berglauf. Er gewann den UTMB, den prestigeträchtigsten Ultraberglauf, dreimal, und er hält die schnellsten Zeiten am Matterhorn, dem Montblanc und an vielen weiteren weltbekannten Bergen.

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