Zum Hauptinhalt springen

Interview mit Martin Werlen«Ich gehöre zu denen, die in Rom als ‹nicht genehm› gemeldet wurden»

Der ehemalige Einsiedler Abt Martin Werlen ist heute Hotelier in Vorarlberg. Er befürwortet, dass die Bischofskonferenz und die evangelische Kirchenleitung klar Stellung beziehen zur Konzernverantwortungsinitiative.

Martin Werlen, der frühere Abt von Einsiedeln, engagiert sich weiterhin für ein christliches Miteinander.
Martin Werlen, der frühere Abt von Einsiedeln, engagiert sich weiterhin für ein christliches Miteinander.
Foto: Denis Emery (LMD)

Seit August leiten Sie die Propstei St. Gerold, eine Luxusherberge in Bludenz. Können Sie als Hotelier noch Mönch sein?

Ich leite keine Luxusherberge. St. Gerold ist ein Ort zum Aufatmen für alle: arme und reiche Leute. Die Propstei ist Abbild der Gesellschaft. Wir ermöglichen hier auch Menschen Ferien, die sich das nie leisten könnten. Hier sind sie genau so viel wert wie alle anderen. Mit ihnen allen will ich Kirche sein.

Schön gesagt. Die Propstei rühmt sich aber, einen Indoor-Pool und eine exquisite Küche samt berühmtem Weinkeller zu haben.

Ja, der Weinkeller ist ein schöner Raum mit gutem Wein. Und den geniessen nicht nur Leute, die sich Luxus leisten können. Das gilt auch für die Küche und das Schwimmbad.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.