Zum Hauptinhalt springen

Stars und Politiker nehmen AbschiedEmmanuel Macron, Jürgen Klopp, Usain Bolt und viele mehr trauern

Die Nachricht vom Tod Diego Maradonas schockiert die Welt. Politiker und Athleten aus diversen Sportarten nehmen Abschied von einem der grössten Fussballer.

Maradonas Hand Gottes an der WM 1986 in Mexiko.
Video: Youtube

Jürgen Klopp hat den gestorbenen Diego Maradona als einen der grössten Fussballer der Geschichte gewürdigt. «Ich liebe Fussball, solange ich denken kann, und er war einer der Grössten überhaupt», sagte der Trainer des englischen Fussball-Meisters FC Liverpool zum Tod der argentinischen Fussball-Legende. Maradona war am Mittwoch im Alter von 60 Jahren gestorben.

«Wir alle hatten diese absoluten Helden, die den Fussball ganz einfach aussehen liessen», sagte Klopp weiter. Dazu hätten auch der brasilianische Fussball-Star Pelé sowie Franz Beckenbauer gezählt. Sie hätten das Spiel auf einer völlig anderen Ebene verstanden, und genau das habe Maradona auch getan, sagte Klopp. «Er hat den Fussball eindeutig auf ein anderes Level gebracht.»

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sein Beileid zum Tod des Fussballstars Diego Maradona ausgesprochen. Wie der Élyséepalast in der Nacht zu Donnerstag mitteilt, würdige Macron den von den Franzosen so «geliebten, unangefochtenen Souverän des Fussballs». Sein Beileid gelte unter anderem den Argentiniern, den Neapolitanern und allen Fussballverliebten. «Diego bleibt», heisst es am Ende der Mitteilung auf Spanisch.

Der Élysée bezeichnet Maradona als ein «Fussballgenie». Mehr Künstler als Athlet, ein «Tänzer in Spikes», habe Maradona die Magie des Spiels verkörpert. Die Hand Gottes habe ihn auf der Erde abgesetzt und nun in «einem unvorhergesehenen Dribble, das all unsere Verteidigung täuschte», wieder genommen, heisst es. Und: «Die Tränen von Millionen Waisen antworten darauf an diesem Tag mit schmerzhafter Offenkundigkeit.»

Macron lobt die Fussball-Legende in den höchsten Tönen.
Macron lobt die Fussball-Legende in den höchsten Tönen.
Foto: Imago

Franz Beckenbauer trauert um Diego Maradona. «Es ist unheimlich schade, unfassbar traurig. Er war ein begnadeter Fussballer», sagt der 75-Jährige bei «Sport1». Die beiden Fussball-Legenden verbindet eine ereignisreiche gemeinsame Vergangenheit – unter anderem war Beckenbauer 1986 und 1990 Teamchef der deutschen Nationalmannschaft in den WM-Endspielen gegen Argentinien mit Maradona. Der Weltstar starb am Mittwoch im Alter von nur 60 Jahren, Medienberichten zufolge an einem Herzinfarkt.

«Wir haben mit Cosmos New York jedes Jahr eine Südamerikareise gemacht», sagt Beckenbauer über die erste Begegnung. «1978 nach der Weltmeisterschaft haben wir gegen die argentinische U21 gespielt. Gegen Maradona, da habe ich ihn zum ersten Mal gesehen. Ich habe gesagt: Das ist kein Fussballer, das ist ein Künstler! Ein Tänzer!» Das habe er «überhaupt noch nicht gesehen. Er war ein Genie der damaligen Zeit – in den 70er und 80er Jahren der beste Fussballer der Welt!»

Beckenbauer trauert um Maradona.
Beckenbauer trauert um Maradona.
Foto: Imago 

1986 im WM-Viertelfinal, als Diego Maradona seine Hand – oder besser die Hand Gottes – zur Hilfe nahm, waren sie Gegenspieler. Gary Lineker konnte gegen Argentinien mit seinem Treffer auf 1:2 verkürzen, aber die Three Lions scheiterten und Argentinien wurde später Weltmeister. Nun nimmt auch der Engländer Abschied, er schreibt auf Social Media: «Zutiefst traurig vom Tod von Diego Armando Maradona zu hören. Er war mit Abstand der beste Spieler meiner Generation und – darüber kann man diskutieren – der Beste aller Zeiten. Nach einem gesegneten aber aufgewühlten Leben findet er hoffentlich endlich ein wenig Trost in den Händen Gottes.»

Auch ein junger Weltmeister nimmt Abschied von der Legende. Der Franzose Kylian Mbappé, der 2018 in Russland mit Les Bleus reüssierte, schreibt: «Du wirst für immer in die Geschichte des Fussballs eingehen. Danke für all den Spass, den du der ganzen Welt beschert hast.» Was der 21-Jährige von diesem schwierigen Jahr hält, fügt er auch noch hinzu.

Und noch ein Weltmeister meldet sich, 2006 in Deutschland mit der Squadra Azzurra, der geniale Andrea Pirlo: «Es geht der Gott des Fussballs. Danke für alles, Diego.»

Einer der aktuell besten Fussballer der Welt, Cristiano Ronaldo, zollt Maradona Respekt: «Heute verabschiede ich mich von einem Freund und die Welt verabschiedet sich von einem ewigen Genie. Eines der besten überhaupt. Ein beispielloser Zauberer. Er geht zu früh, hinterlässt aber ein Vermächtnis ohne Grenzen und eine Lücke, die niemals gefüllt werden wird. Ruhe in Frieden, Ass. Du wirst niemals vergessen werden.»

Natürlich verabschiedet sich auch einer, der als Nachfolger Maradonas gilt, Lionel Messi: «Ein sehr trauriger Tag für alle Argentinier und für den Fussball. Er verlässt uns, geht aber nicht, weil Diego ewig ist. Ich behalte all die schönen Momente mit ihm und wollte die Gelegenheit nutzen, um all seiner Familie und seinen Freunden mein Beileid auszusprechen. Ruhe in Frieden.»

«Ich habe einen lieben Freund verloren und die Welt eine Legende. Eines Tages, so hoffe ich, werden wir zusammen im Himmel Fussball spielen», so Pelé, ebenfalls eine Fussball-Legende.

Er versuchte sich als Fussballer, berühmt war er aber als Sprinter. Legende Usain Bolt wünscht sich, dass Legende Maradona in Frieden ruhen möge.

Der SSC Napoli, mit dem Maradona 1987 und 1990 den italienischen Meistertitel gewann, behält den Argentinier für immer im Herzen.

Und auch der FC Barcelona, die Station vor Napoli, gedenkt dem 60-Jährigen.

2020 scheint wirklich immer schlimmer zu werden, da sind sich die Sportfans einig.

3 Kommentare
    Werner Guntli

    Gary Linekers Kommentar ist liebevoll und gar mit einem Augenzwinkern "...find some comfort in the hands of God."