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«Ich habe noch nie was bei Zalando bestellt»

«Das Kultur­prozent gehört zur DNA»: Sarah Kreienbühl. Bild: Valeriano Di Domenico

Sie sind die einzige Frau in der Generaldirektion der Migros. Vermissen Sie eine Gefährtin?

Auch bei Ihrem früheren Arbeitgeber waren Sie die einzige Frau in der Konzernleitung. Was haben Sie an Taktik gelernt, um sich durchzusetzen?

Dann gehen Sie jeweils nach den Sitzungen auch mit zum Biertrinken?

Die Detailhandelsriesen haben einen sehr tiefen Frauenanteil auf oberster Führungsstufe. Woran liegt das?

Wie wollen Sie das bei der Migros konkret tun?

Sie haben soeben eine Diversity-Verantwortliche eingestellt. Mit welchem Ziel?

Sind Sie für eine interne Quote?

Gab es Momente in Ihrem Leben, die Sie motiviert haben, sich für die Gleichstellung der Geschlechter einzusetzen?

Sie kamen von aussen in die Migros. Was hat Sie positiv und was negativ überrascht?

Also eine gewisse Selbstzufriedenheit?

Sie haben im Rahmen des Effizienzsteigerungsplans Fast Forward Ihren Bereich kräftig umgekrempelt. Wie viele Stellen haben Sie abgebaut?

Sie sind auch oberste Medienverantwortliche. Wie muss ein modernes Unternehmen heute kommunizieren?

Gehts etwas konkreter?

Sie wollen die Kommunikation der Migros zentraler steuern. Kappen Sie die redaktionelle Freiheit des «Migros Magazins»?

Wir werden also mehr Migros-PR-Botschaften im «Migros Magazin» lesen.

Nach dem Programm Fast Forward, das am Hauptsitz 290 Stellen kostet, rücken die zehn regionalen Genossenschaften in den Fokus. Warum braucht es das neue Effizienzsteigerungs­programm ECM 4.0 oder Puma?

Sie sind mit 47 Jahren das jüngste Geschäftsleitungs­mitglied. Auch die Unterteilung der Departemente ist noch sehr traditionell. Müsste sich das Führungsgremium nach den Abgängen von Industriechef Walter Huber und Marketingchef Hansueli Siber nicht neu ausrichten?

Veränderungen sind aber im Kulturprozent der Migros geplant. Der Konzern will die Mittel bündeln und vermehrt auf eigene Projekte setzen. Was heisst das?

Kleintheater müssen also um ihre Beiträge fürchten?

Gestern Samstag hätte mit Engagement ein zweiter Förderfonds in die Statuten der Migros aufgenommen werden sollen. Das wurde abgelehnt. Ein Zeichen, dass die Migros als soziales Unternehmen wankt?

Die Migros tut also weiterhin Gutes für die Gesellschaft. Aber kann sie auch eine grosszügige Arbeitgeberin bleiben?

Denken Sie wirklich so moralisch, wenn Sie einkaufen?